Über diesen Artikel
Datum:
02.03.2012
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/webkonferenzen-zwischen-schule-in-bremen-und-groenland.html
Title:
Webkonferenzen zwischen Schule in Bremen und Grönland
Kategorie:
Schulpraxis
gastautoren stift

Webkonferenzen zwischen Schule in Bremen und Grönland

Sie mussten sich also mit dem außerschulischen Kunden in Verbindung setzen, seine Wünsche und Vorgaben erfragen und dann in ein Produkt einfließen lassen. Das Logo sollten sie dann den städtischen Mitarbeitern präsentieren und auf Änderungswünsche eingehen. Das hatte mehrere Effekte: Die Schüler hatten eine fachliche Aufgabe zu meistern und am Computer ein Logo zu entwerfen. Darüber hinaus übten sie sich in Kundenkontakt, mussten Verantwortung für ihr Produkt übernehmen und sich den Marktbedingungen anpassen. Die Bewertung erfolgte durch den Kunden, dem das Logo gefiel, und natürlich auch durch die Benotung in der Schule. „Vor allem die Ästhetik fließt in die Benotung ein, denn nur, weil etwas mit dem PC gemacht wurde, ist es noch nicht schön“, weiß Breitsprecher. Da wird auch schon mal zu Pinsel und Farbe gegriffen. Wenn die Schüler sich mit Bildbearbeitung beschäftigen lernen sie zuerst analog zu fotografieren sowie mit Objektiv, Blende, und Weißabgleich umzugehen. Erst wenn sie die Grundlagen der Fotografie verstanden haben geht es an die Arbeit mit Photoshop, dem Standardprogramm von Adobe zur Bildbearbeitung. Warum ist es nötig, Bilder für Printprodukte anders zu bearbeiten als Bilder für das Internet? Auch dies ist für die Schüler – und immer mehr Firmen – wichtig, wenn sie am Web 2.0 teilhaben wollen.

An der KGS Stuhr-Brinkum gibt es ein Medienkonzept, mit dem alle Schüler ab Klasse 5 Grundlagen in der Arbeit am Computer erhalten. So gibt es Klassen, in denen jeder Schüler mit einem iBook ausgestattet wird. Allen Schülern stehen Kompetenzcenter mit Computerarbeitsplätzen zur Verfügung, an denen sie mit Apple-Rechnern und Adobe-Produkten arbeiten können. Ulrich Breitsprecher ist einer von weltweit ca. 160 Adobe Education Leaders (AEL), d.h. er gehört zu einer Gruppe von Lehrern und Hochschullehrern, die sich in einem Netzwerk über die Integration von Technologie im Unterricht austauschen. Dieses Netzwerk wird von Adobe Systems im Rahmen des Adobe Education-Programms unterstützt. „Die AEL profitieren von freiem Zugang zu allen Adobe-Produkten und erhalten die Beta-Versionen von neuen Programmen, bevor diese überhaupt auf dem Markt erhältlich sind. Sie haben die Möglichkeit, diese Programme zu testen und sich mit den Produktmanagern darüber auszutauschen. So erhält auch Adobe Rückmeldung von Praktikern, die in die Weiterentwicklung des Produkts einfließen kann“, erklärt Johann Zimmern, weltweiter Marketingmanager im Bereich Education bei Adobe Systems. „Dies geschieht über eSeminare, an denen Kollegen vor allem aus den USA, England und Australien teilnehmen. Auf diesem Wege haben sie die Gelegenheit, sich gegenseitig die eigenen Unterrichtsideen vorzustellen“, so Zimmern. Breitsprecher schätzt diesen fachlichen Austausch mit Gleichgesinnten sehr, da er so Ideen und Anregungen bekommt, um die Angebote noch besser auf die Anforderungen des Bildungsmarktes anpassen zu können.

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02.03.2012
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