Über diesen Artikel
Datum:
11.01.2018
Autor:
Johannes Karl
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/was-macht-das-internet-zur-schnecke-mobiles-lernen-optimieren.html
Title:
Was macht das Internet zur Schnecke...?
Kategorie:
Schulpraxis
Medienetwicklungsplanung Ausschnitt A (© neolern Consulting)      

Was macht das Internet zur Schnecke...?

Medienetwicklungsplanung Ausschnitt A (© neolern Consulting)
Medienetwicklungsplanung Ausschnitt A (© neolern Consulting)      

Beispiel 5: Performance-Probleme, hier: Internetfilterung

Performance-Probleme bei der Internetfilterung kann es geben, wenn die Anzahl der mobilen Endgeräte wächst. Wenn die Internetfilterung zentral in der Cloud liegt, kann hierdurch die Internetbandbreite ebenfalls belastet werden. Wenn die Internetfilterung lokal in der Schule liegt, kann es zu einer verlangsamten Internetnutzung kommen, wenn die Hardware auf der der Internetfilter läuft nicht dem Stand der Technik entspricht. Weitere Performance-Probleme bei der Internetfilterung kann es geben, wenn eine veraltete Software-Version zum Einsatz kommt.

Auch das Aufbrechen von sogenannten HTTP –Verbindungen bei der Internetfilterung kann Performance-Probleme verursachen. Aus Gründen des Datenschutzes sollten Schulen keine Internetfilterung einsetzen, die HTTPS-Verbindungen aufbricht.

Lösung:

Eine Internetfilterung sollte nicht bei Wirtschaftsunternehmen zentral in der Cloud liegen. Bei jeder Internetanfrage erfährt das Wirtschaftsunternehmen wer was wann gesucht hat. Diese Informationen der Lehrkräfte und Schüler unterliegen dem Datenschutz! Deshalb sollte eine Internetfilterung zentral im Rechenzentrum des Schulträgers oder lokal in der Schule liegen. Der TIME for kids Schulfilter Plus liegt lokal in der Schule oder im zentralen Rechenzentrum des Schulträgers. Die aktuelle Version Schulfilter Plus 4.0 ist 10-mal schneller und damit „Ready for BYOD“. Durch das technologische Konzept der Version 4.0 wird das Schulnetzwerk und die Internetbandbreite durch den Schulfilter Plus nicht signifikant belastet. Alle Internetanfragen werden technisch mit niedrigster Ressourcenbelastung im Schulnetzwerk ausgeführt. Nur unbekannte Seiten, die der Schulfilter Plus noch nicht kennt, werden über ein Trust-Center datenschutzkonform anonymisiert und im Minutentakt außerhalb der Schule geprüft. Nach Prüfung werden sie der dynamischen Filterdatenbank in der Schule sofort zur Verfügung gestellt. Durch dieses Verfahren werden Lehrkräfte und Schüler mit einem Bildungsinternet versorgt, dass mehr als 99% Sicherheit bietet.

Einfache, aber dafür kostenfreie Filterlisten, wie MESD Blacklist, Shallalist, Blacklist UT1 und URL Blacklist bieten weniger als 15% Schutz. Schülerinnen und Schüler können insbesondere vor wichtigen gesetzlich verbotenen Inhalten zu Themen wie Salafismus, antisemitische Inhalte, Propaganda des islamischen Staates oder Kinderpornografie durch die vorgenannten einfachen Filterlisten nicht geschützt werden. Eine empirische Langzeit-Analyse von über drei Jahren zeigt, dass einfache kostenfreie Filterlisten untauglich für die Erfüllung des gesetzlichen Jugendschutzes sind. (Quelle: http://www.bildungs-internet.de/)

Der Schulfilter Plus filtert 13 Sprachräume. Auch wenn Lehrkräfte die Eingaben der Schüler und die Suchergebnisse nicht lesen können, hilft der Schulfilter Plus bei der Bereitstellung des Bildungsinternets. Schüler, die in arabisch, türkisch oder polnisch Suchanfragen bei einer kostenfreien Filterlisten stellen, werden überhaupt nicht geschützt, weil diese nicht mehrsprachig sind. 

Fazit

Wenn das Internet zur Schnecke wird, kann dieses ganz unterschiedliche Ursachen haben. Wer mobile Endgeräte in der Schule einsetzt, sollte mindestens eine Internetanbindung von 50 Mbit/s haben. Wenn die Internetanbindung ausreichend ist und das Internet trotzdem zur Schnecke wird, hilft nur eine technische Analyse. Die festgestellten Ursachen müssen behoben werden. Wenn die IT-Administration der Schule durch eine abgeordnete Lehrkraft übernommen wird, sollte die Schulleitung für den IT-Administrator die Möglichkeit bieten, externe professionelle Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Die Abordnungsstunden der IT-Administratoren in der Schule sind in der Regel viel zu gering, um alle technischen Fragestellungen zeitnah und umfassend erledigen zu können.

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Johannes Karl
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