Über diesen Artikel
Datum:
12.10.2011
Autor:
Sven Trojanowski
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/projekt-unit21-lernstadt-unna-macht-sich-fit-fuer-die-zukunft.html
Title:
Projekt Unit21 – Lernstadt Unna macht sich fit für die Zukunft
Kategorie:
Schulpraxis
Medien- und Fachunterricht in der 5. Klasse eines Unnaer Gymnasiums

Projekt Unit21 – Lernstadt Unna macht sich fit für die Zukunft

Medien- und Fachunterricht in der 5. Klasse eines Unnaer Gymnasiums

Medien- und Fachunterricht in der 5. Klasse eines Unnaer Gymnasiums

Das heißt: Einführung eines flächendeckenden W-LAN-Netzes, Laptops für die Schüler und pädagogische Konzepte, wie beides sinnvoll und im Hinblick auf zielführendes Lernen zu nutzen sei. Doch ganz so einfach wurde es dann doch nicht, erinnert sich Oliver Klute, Bereichsleiter Datenverarbeitung bei der Stadt Unna. „Die ganze W-LAN-Technik steckte damals ja noch in den Kinderschuhen“, erinnert er sich. „Am Anfang dachten alle: Das bekommen wir fix hin, doch am Ende hatten wir hier W-LAN-Experten aus China, Japan und Korea zu Gast, die uns alle beim Projekt geholfen, aber auch viel von uns gelernt haben.“

Zum Beispiel, dass Netzwerkkarte nicht gleich Netzwerkkarte ist. „Das mussten auch wir bitter lernen“, erinnert sich Klute und lacht. „Einmal haben wir von unterschiedlichen Herstellern 180 Laptops mit identischen Eckdaten gekauft. Doch einige konnten sich nicht im Netzwerk anmelden, sodass wir am Ende 18 verschiedene Images aufspielen mussten. Heute wissen wir, welche Komponenten zusammenspielen müssen, dass die Rechner reibungslos im Netzwerk laufen, sich schnell an- und abmelden und problemlos drucken können.“

Für die Umsetzung des drei Millionen Euro teuren Gesamtprojekts wurden sechs Jahre angesetzt. „Nachdem die ersten zwei Schulen versorgt waren, wurde Unit21 zu einer eigenen Marke, sodass plötzlich jede Schule sofort mitmachen wollte“, erinnert sich Kornatz. Die Finanzierung kam ausschließlich aus dem Stadtsäckel. Dazu wurden fünf kleine Teilprojekte zu je 600.000 Euro pro Jahr geschnürt. Von der Landespolitik gab es für das neue Leuchtturmprojekt Unit21 zwar viele lobende Worte, doch Geld für die Schulen, das gab es nicht.

Um alle Schulen in einem Netzwerk zusammenzuschließen, wurde in einem ersten Schritt zunächst ein zentrales Rechenzentrum mit 70 Servern eingerichtet und die Schulen mit Clients versorgt. Das machte die Datenverwaltung und Administration jedoch immer aufwändiger, sodass das Rechenzentrum später nur fünf, jede Schule dafür aber einen eigenen Server bekam. Über diese Struktur bekamen in einem zweiten Schritt alle Schulen insgesamt 41 Notebook-Wagen und ein den Schulcampus abdeckendes WLAN, das wiederum in virtuelle Subnetzwerke aufgeteilt wurde. Für Technikfans: Den sechs Schulen mit den meisten Nutzern wurde der aktuelle 802.11n-Standard mit einem Datendurchsatz von 300 Mbps, allen anderen der weiterhin gültige 802.11g-Standard mit einem Datendurchsatz von 54 Mbps installiert. Im Gegensatz zum älteren Standard 802.11g wird damit entweder die Übertragung der gleichen Datenraten über eine größere Distanzen oder auf gleicher Distanz eine höhere Datenrate möglich – für das Projekt Unit21 perfekt.

Die verwendete Software Arubas AirWave Wireless Management Suite überwacht das Netzwerk dabei ständig und kann dabei gleichzeitig den Status jedes Laptops und Access Points kontrollieren. Als letztes wurden die Hardwareclients ausgeliefert, die erforderliche Software installiert sowie Drucker oder digitale Whiteboards eingebunden. Das Rechenzentrum der Firma Akcay-Schwarz Consulting, das in Unna steht aber aus Erfurt betrieben wird, fungiert dabei als eine Art Logistikzentrum. Von hier aus werden die komplette Administration gesteuert, Images erstellt und Softwareupdates auf die Server gespielt, die sich die Clients nach dem Einschalten selbstständig nach der Anmeldung aus dem Netzwerk installieren.

Das macht es für die Mitarbeiter im Support nicht nur möglich, aus der Ferne zu schauen, warum der Drucker nicht druckt oder der Laptop das Netzwerk nicht mehr findet und konkrete Antworten zu geben, sondern auch gleich steuernd einzugreifen.

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12.10.2011
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Sven Trojanowski
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