Über diesen Artikel
Datum:
07.08.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/informatische-bildung-am-mariengymnasium-arnsberg.html
Title:
Informatische Bildung am Mariengymnasium Arnsberg
Kategorie:
Schulpraxis
Mariengymnasium Arnsberg     

Informatische Bildung am Mariengymnasium Arnsberg

Mariengymnasium Arnsberg
Mariengymnasium Arnsberg     
© ABF

Das Mariengymnasium hat kein schriftlich fixiertes Medienkonzept, doch viele Kollegen integrieren Informatiksysteme mittlerweile selbstverständlich in den eigenen Fachunterricht. Dabei hilft auch die Informatische Bildung, wie Wrede berichtet: „Kooperationsprojekte sind keine Seltenheit. Beispielsweise kann im Fachunterricht Englisch ein Thema vorbereitet werden. Wenn dann in der Informatischen Bildung zeitgleich die große Thematik Internet und Suchmaschinen behandelt wurde, können die Schülerinnen und Schüler Recherchen selbstständig oder aber mit Begleitung im Unterricht für das Fach Englisch durchführen.“

Dazu stehen den Lehrern und Schülern zwei Informatikräume sowie mehrere Systeme im Selbstlernzentrum zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es fahrbare Medieninseln, die in die Klassenräume geschoben werden können. Außerdem hängen in der Schule bislang drei interaktive Tafeln, die voll einsatzfähig sind und im Unterricht aktiv genutzt werden – nachdem einige Startschwierigkeiten überwunden sind. Die Wartung dieser Systeme übernimmt ein externer Dienstleister. Für die Kommunikation und Organisation der Wartungstermine ist eine Entlastung für den zuständigen Lehrer vorgesehen. „Da Systeme allerdings nicht nur freundlicherweise direkt vor einem Wartungstermin Bedarf ausweisen, ist natürlich auch das freiwillige Engagement von Kolleginnen und Kollegen gefordert.“ Kleinere Probleme, wie einen Computer neu aufzusetzen, können mittlerweile viele Kollegen selbst lösen. Größeren Störungen widmet Wrede sich selbst.

Fortbildungen im IT-System der Schule sind für Lehrer prinzipiell vorgesehen, „werden aber leider nur nach Verfügbarkeit von Zeit-Ressourcen durchgeführt“, bedauert Wrede. Strukturell vorgesehen ist aber immer die Einführung neuer Kollegen, vor allem der Referendare, in die Systeme der Schule.

Das Mariengymnasium ist eine Schule in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. „Erzbischof Becker ist die Bildung von Kindern und Jugendlichen ein großes Anliegen. Bei der Finanzplanung wird auch ein großer Wert auf eine solide Ausstattung der Bildungseinrichtungen gelegt.“ Doch vor dem Hintergrund sinkender Kirchensteuereinnahmen seien auch in privaten Schulen stärkere Effizienzmaßnahmen und gegebenenfalls auch Kürzungen nicht unwahrscheinlich. Dies gelte es aber abzuwarten.

Am Schluss betont Wrede noch, wie enttäuscht er von der Landesregierung ist: „Es ist bedauerlich, dass jede Schule ihre eigene Suppe kochen muss. Allenthalben vernimmt man die große Bedeutung der Bildung unserer Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Informatiksystemen von offizieller Seite. Doch die Landesregierungen der vergangenen Jahre konnten sich nicht dazu durchringen, ein verbindliches Konzept zu erstellen. Es fehlt leider der politische Wille. Dieser ist in anderen Bundesländern wie etwa Bayern und Sachsen-Anhalt deutlich stärker: dort gibt es ein Pflichtfach Informatik in der Sekundarstufe I.“

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07.08.2013
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Sven Becker
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