Über diesen Artikel
Datum:
08.08.2011
Autor:
Sascha Steuer
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/mobiles-lernen-am-eichsfeld-gymnasium-zugriff-auf-das-homedirectory-von-zu-hause-und-aus-der-schule.html
Title:
Mobiles Lernen am Eichsfeld-Gymnasium: Zugriff auf das Homedirectory von zu Hause und aus der Schule
Kategorie:
Schulpraxis
gastautoren stift

Mobiles Lernen am Eichsfeld-Gymnasium: Zugriff auf das Homedirectory von zu Hause und aus der Schule

Eichsfeld-Gymnasium
© Eichsfeld Gymnasium

Noch schnell eine Matheaufgabe aus dem Unterricht zu Hause nachrechnen, oder das Referat vorab an die Teilnehmer des Kurses schicken; mit einem Zugriff auf die Schuldateien von zuHause aus ist das alles kein Problem. Das Eichsfeld-Gymnasium im niedersächsischen Duderstadt macht vor, wie digitale Medien zu einer stetigen Verbesserung des Lehr- und Lernprozesses genutzt werden können. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten bereits in der fünften Klasse über ein halbes Jahr lang eine zweistündige Einführung im Umgang mit dem schuleigenen Netzwerk. Zu diesem Einführungskurs gehört auch eine Erläuterung, wie die Schüler von zu Hause aus eine VPN-Verbindung zum Homedirectory aufbauen und so jederzeit auf Klassen- oder Kursordner zugreifen können.
 
 Durch den Ausbau des Schulnetzwerks konnten die Kommunikationsstrukturen revolutioniert werden. Im Fokus stand dabei die Idee des mobilen Lernens. Eine Herausforderung, galt es doch, für herkömmliche PC-Räume und frei zugängliche Medienecken einen entsprechenden Serverpark zu konfigurieren und ein flächendeckendes und abgesichertes WLAN auch für Privat-Laptops aufzubauen. Wie in Universitäten sollte ein Netzzugang auch von außerhalb gewährleistet sein. Nach der erfolgreichen Umgestaltung der Netzinfrastruktur gilt nun das Prinzip: "Jeder kommt an seine Daten, egal an welchem PC er sitzt, sei es in der Schule oder zu Hause". Über das WLAN ist am Eichsfeld-Gymnasium ein Netzzugang aus jeder Unterrichtssituation ohne Umweg über die Computerräume möglich. Alle Schüler, Lehrer und Klassen haben eine individuelle Emailadresse, der Einsatz von problematischen USB-Sticks erfolgt nur noch ganz vereinzelt und die Ressourcenvergeudung durch Computerräume kann zunehmend aufgelöst werden. Die Möglichkeiten des Netzwerkes sollen weiter optimiert werden. Das Stichwort heißt neuerdings: Virtuelle Maschinen. Schüler oder auch Lehrkräfte können eigene Virtuelle Maschinen auf Windows Serverbasis erhalten, um damit bestimmte Projekte zu realisieren. Im kommenden Schuljahr wird ein Schülerteam eine solche virtuelle Maschine mit PHP und MySQL zur Oberstufenkurswahl programmieren.

Die Elternhäuser unterstützen die IT-Aktivitäten und das digitale Lernen an der Schule freiwillig durch einen Medienbeitrag in Höhe von einem Euro im Monat. Dafür werden die Privatrechner ins Schulnetzwerk integriert, ThinClients und Medienecken angeschafft, sowie Serverhardware und Lizenzen finanziert. Dazu gehört auch der Serverpark, mit dem Mail- und Webserverdienste, die Remotewartung und der VPN-Zugang von außen gemanagt wird. Für den großen Datentransfer entschied sich die Schule für die Industrieanbindung T-CompanyConnect für monatlich etwa 250 Euro. Die Schule ist damit Vorreiter bei der Breitbandanbindung, die im Rahmen der Breitbandinitiative der Bundesregierung bald alle Schulen und Privathaushalte erreichen soll.

Für Schulleiter Thomas Nebenführ steht fest: "Neue Medien bestimmen zunehmend die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und vor allen Dingen auch ihr weiteres Bildungs- und Berufsleben. Dazu gehört als Voraussetzung der selbstverständliche Umgang mit deren Techniken. Wenn es uns zusätzlich gelingt, dass die Schüler ihren Umgang mit den Medien kritisch reflektieren und deren Einfluss und Wirkung verstehen lernen, haben wir unseren Erziehungsauftrag erfüllt.“ 
 Dafür nutzt die Schule das Internet in allen Unterrichtsfächern, allerdings nicht nur zur Recherche, auch die Erstellung von Diagrammen, der Umgang mit Datenbanken und Präsentationstechniken stehen auf dem Stundenplan. Für die Schulleitung ist es eine Managementaufgabe das Mediencurriculum den technischen Innovationen und neuen Entwicklungen des Internets stetig anzupassen.

"Schüler, die auf eine Uni wechseln oder in großen Industrieunternehmen tätig werden, müssen sich dort mit modernen Informationsstrukturen auskennen.

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08.08.2011
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Sascha Steuer
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Schulpraxis
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