Über diesen Artikel
Datum:
21.12.2011
Autor:
Sven Trojanowski
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/mit-dem-laptop-ins-mittelalter-use-to-learn-statt-learn-to-use.html
Title:
Mit dem Laptop ins Mittelalter: „use to learn“ statt „learn to use“
Kategorie:
Schulpraxis
Die integrierte Gesamtschule Giordano-Bruno hat eines der besten Medienkonzepte.

Mit dem Laptop ins Mittelalter: „use to learn“ statt „learn to use“

Die integrierte Gesamtschule Giordano-Bruno hat eines der besten Medienkonzepte.

Die integrierte Gesamtschule Giordano-Bruno hat eines der besten Medienkonzepte.

Die integrierte Gesamtschule Giordano-Bruno in Helmstedt macht alles richtig: Das ganzheitliche Medienkonzept bindet nicht nur Klassenstufen, sondern die gesamte Schule in die pädagogisch-konzeptionelle Arbeit ein und dem Entwicklungsplan für die Schüler liegt ein selbst entworfenes Vier-Säulen-Modell zugrunde. Darin ist der Einsatz von Netbooks genauso wichtig wie der Ansatz des methodenübergreifenden Lernens. Dass dies ein zukunftsträchtiges Lernmodell ist, sah auch ein großer Computerhersteller und verlieh der Schule beim „Schulpreis 2011“ den ersten Platz.

Der Preis wurde der Schule vor allem für das ganzheitliche und zukunftsträchtige Medienkonzept, in dem „mobiles Lernen“ ein besonderer Schwerpunkt ist, verliehen. Denn in diesem und vielen weiteren Punkten entsprach das eingereichte Konzept genau den vorgegebenen Kriterien des Schulpreises die besagen, dass ein Medienkonzept nicht nur punktuell, sondern schulübergreifend angewendet und in seiner Grundstruktur auch auf andere Schulen übertragen werden können muss. Darüber hinaus sollte es eine digital durchgeführte Unterrichtsreihe geben und skizziert werden, welche Veränderungen sich durch den Einsatz digitaler Medien in der Schule ergeben und wie sich der Zusatz an Medienkompetenz ablesen lässt.

Für den Schulleiter der Giordano-Bruno Gesamtschule kein Problem. „Der Einsatz digitaler Medien ist in ein Vier-Säulen-Modell integriert, das auf den Fundamenten anspruchsvoller Fachunterricht, Binnendifferenzierung, Kooperationsfähigkeit und Projektarbeit basiert“, erklärt Hartmut Laskowsk 
 und fährt fort: „Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte mithilfe digitaler Medien eigenverantwortlich erarbeiten. Denn an der Giordano-Bruno-Gesamtschule gehen wir von der Erfahrung aus, dass in nahezu allen Fächern nicht nur fachspezifische sondern auch fächerübergreifende Methoden des Lernens, der Informationsbeschaffung und der Präsentation praktiziert werden.“

Seit November 2010 sind alle Schüler und fünf Lehrer der damaligen Klasse 7d an der Giordano-Bruno-Gesamtschule deshalb mit je einem Netbook ausgerüstet, welches sie von der Firma „Acer“ im Rahmen eines internationalen Schulprojektes für ein Jahr ausgeliehen bekommen haben. Die Integration dieser Netbooks in den Unterricht ist aber kein Selbstzweck, sondern dient der Unterstützung der Lernprozesse bei den Schülerinnen und Schülern. „Bei der Planung und Anwendung digitaler Medien gilt bei uns daher immer der Grundsatz ‚use to learn‘ statt ‚learn to use‘“, versichert Laskowski. „Daher legen wir unsere Schwerpunkte auch mehr auf die Informationsbeschaffung und -bewertung als auf rein technische Belange.“ Darum werden die PCs der Marke Acer an der Giordano-Bruno-Gesamtschule schon ab Klassestufe fünf im Unterricht eingesetzt, schwerpunktmäßig in den Fächern Gesellschaftslehre, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Kunst, Arbeit-Wirtschaft-Technik, Mathematik und Naturwissenschaften.

Darüber hinaus gibt es ab Klasse 7 einen Wahlpflichtkurs Arbeit mit dem Computer und drei Arbeitsgemeinschaften Neue Technologien und Arbeit mit dem PC. „Der Einsatz dieser Geräte dient insbesondere dazu, die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schüler zu steigern und die Lern- und Lehrkultur durch Projektunterricht und individuelle Förderung zu verändern. Denn durch das selbstständige Arbeiten mit den Netbooks gelingt es uns, die Schülerinnen und Schüler zur Selbstorganisation ihrer Lernprozesse anzuleiten, mit modernen Technologien vertraut zu machen, den sinnvollen Umgang einzuüben und so kritische Medienkompetenz aufzubauen neue didaktische Möglichkeiten in den beteiligten Fächern auszuschöpfen.“

So wird schon in der fünften Jahrgangsstufe begonnen, in die grundlegende Bedienung und Anwendung des Computers sowie einfacher Programme einzuführen. Der Schwerpunkt liegt in dieser Phase auf dem Arbeiten mit einfachen Textdateien, was in den folgenden Jahren jedoch um die Bereiche Zeichen-, Absatz- und Seitenformatierung, Rechtschreibprüfung und Silbentrennung kritisch anwenden und Serienbrieffunktionen verwenden erweitert wird.

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21.12.2011
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Sven Trojanowski
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Schulpraxis
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