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Datum:
04.05.2012
Autor:
Sven Becker
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/logineo-beginnt-pilotphase-in-60-deutschen-schulen.html
Title:
Logineo beginnt Pilotphase in 60 deutschen Schulen
Kategorie:
Schulpraxis
LOGINEO     

Logineo beginnt Pilotphase in 60 deutschen Schulen

LOGINEO
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© LVR-InfoKom

Im Juni ist es soweit. Erstmals erhalten 60 Schulen in Deutschland mit Logineo ein offenes Basis-System zur Verwaltung von Dokumenten und Medien. Damit hat jede Schule, unabhängig von der konkreten Schulform, eine Anzahl von Grundfunktion, wie beispielsweise ein Single-sign-on und zentrale Datensicherung oder die Kommunikation und den Datenaustausch mit anderen Schulen. Logineo ist jedoch keine Lernplattform, vielmehr ermöglicht sie neben den Grundfunktionen, das Zuschalten jeder beliebigen Lernplattform und wahrt damit das Wahlmöglichkeit der Schulen hinsichtlich weiterer Hard- und Softwarekomponenten 

Schon im kommenden Herbst ist dann der Rollout über den Pilotbereich hinaus geplant. Drei regionale Anbieter aus dem Rheinland haben sich für das Projekt zusammengeschlossen: der IT-Dienstleister des Landschaftsverbandes Rheinland LVR-InfoKom, das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein in Kamp-Lintfort und der IT-Dienstleister regio IT aus Aachen.

Das Portal bietet zunächst Grundfunktionen, die nach Bedarf erweitert werden können. Zur Basis gehören beispielsweise das Dokumentenmanagement, eine zentrale Kalenderdarstellung, das Verwalten von E-Mail-Accounts und die Medien-Distribution. Die Erweiterungen umfassen etwa die Stundenplanung, die Essensbestellung, die Ressourcenverwaltung sowie optional verschiedene Lernplattformen. Logineo fungiert dabei als Zentrale. Über das System kann auf die einzelnen Module zugegriffen werden, die nicht nur einzeln abrufbar sind, sondern ineinander greifen. Frank Beermann, Vertriebsleiter bei LVR-InfoKom, beschreibt es so: „Die Systeme sind nicht nur einfach eingehängt, wir bemühen uns um eine größtmögliche Integration. So finden wir z.B. den Stundenplan oder auch die Termine aus den LMS im zentralen Kalender auf Wunsch wieder.“

Auch die Kommunikation zwischen den Schulen ist möglich. Laufen etwa im Bereich eines Schulträgers in verschiedenen Schulen unterschiedliche Lernplattformen, kann Logineo als verbindender Standard genutzt werden, über den die Schulen kommunizieren und Daten tauschen.

Logineo fügt sich dabei als neutrales System ein. „Wenn sich z.B. eine Schule seit Jahren mit dem Thema moodle beschäftigt, ist dies aus unserer Sicht gut und zu unterstützen. Warum dieser Schule aber nicht auch die Möglichkeit der Integration weiterer Systeme bieten?“, so Beermann weiter. In diesem Sinn will der Anbieter Schulen einen Mehrwert zur Verfügung stellen und sie bei der Schulentwicklung hin zu digitalen Medien begleiten. Logineo will nicht ersetzen, sondern ergänzen –  eine nicht zu unterschätzende Abgrenzung zu manch anderen Unternehmen, die den Schulen geschlossene Lösungen anbieten, die keine Integration anderer Lösungen ermöglichen.

Angesprochen sind gleichermaßen Schulen, deren Digitalisierung schon in den Schulentwicklungsplan implementiert ist, und Neulinge im Bereich der digitalen Medien. Ihnen könne ein funktionierendes Gesamtsystem und Releasesicherheit geboten werden. Vorteile hat das Projekt für beide Zielgruppen: Um die Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes muss sich die Schule nicht kümmern. Denn die Daten liegen in der Cloud – sie werden extern in den kommunalen Hochsicherheitsrechenzentren der drei Anbieter zentral gespeichert, mehrfach gesichert und web-basiert zur Verfügung gestellt.

Der Anbieter will mit dem System „das Arbeiten mit neuen Medien im Unterricht in den einzelnen Fächern als Werkzeug verankern.“ Auf didaktischer Ebene gehörten künftig digitale Medien so selbstverständlich zum Schulalltag wie heute die Tafel. Auf der Ebene der Datensicherheit und des Datenschutzes sieht man Clouddienstleistungen in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Damit werden  die kulturellen Praktiken der nachwachsenden Generation berücksichtigt, die die digitalen Medien „zur Recherche, Kommunikation, Kollaboration, etc.“ nutzten.

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04.05.2012
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