Über diesen Artikel
Datum:
16.01.2012
Autor:
Sven Trojanowski
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/lachse-und-computer-helfen-in-thueringen-beim-lernen.html
Title:
Lachse und Computer helfen in Thüringen beim Lernen
Kategorie:
Schulpraxis
An der berufsbildenden Schule Rudolstadt gab es ein Multimediaprojekt zum Thema

Lachse und Computer helfen in Thüringen beim Lernen

An der berufsbildenden Schule Rudolstadt gab es ein Multimediaprojekt zum Thema

An der berufsbildenden Schule Rudolstadt gab es ein Multimediaprojekt zum Thema

Geht es um das Digitale Lernen, ist die Staatliche Berufsschule Rudolstadt in Thüringen ganz vorn mit dabei. Acht norwegische Lachse halfen den rund 900 Berufsschülerinnen und -schülern, den zweiten Platz eines bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu gewinnen. Konkret setzten sich die Schülermit Unterstützung ihrer Lehrer mit dem Thema „Fisch“ auseinander – angefangen vom Einkauf über die Verarbeitung bis hin zum Verkauf.

Dieser Lern- und Lehransatz ist für die Lehrerinnen und Lehrer der Staatlichen Berufsschule Rudolstadt sehr wichtig, denn hier ist man davon überzeugt, dass Medien im Unterricht kein Selbstzweck sind, sondern sich in die vielfältigen didaktischen Möglichkeiten einordnen. „Wir nutzen die Medien für einen berufsorientierten Unterricht, bei welchem differenziertes Lernen eine große Rolle spielt“, erklärt Schulleiterin Angela Schmidt und fügt hinzu: „Dabei ist die Grundlage unseres Schullebens ein zukunfts-, ziel- und wirtschaftsorientierter Unterricht.“

Besonderer Wert wird daher auch auf die digitale Medienkompetenz gelegt. Dabei sei es wichtig, dass die Schüler verschiedene Medien nicht nur kennenlernen, sondern auch in der Lage sind, diese zielorientiert einzusetzen. Dies bedeutet, „dass nicht nur mit Overheadfolien, Lehrfilmen und Powerpoint-Präsentationen gearbeitet wird, sondern sich Lehrer und Schüler auch mit interaktiven Tafelbildern, dem Internet und von den Schülern produzierten Videos beschäftigen.“

So, wie dem eingereichten Projektvideo für den Intel-Schulpreis 2011, für das zwei Teams der Schule miteinander gearbeitet, gedreht und produziert haben. Eines der beiden Kernteams bildeten die Auszubildenden Köche und Köchinnen des dualen Zweiges der Berufsschule. Diese mussten, wie jeder Koch-Jahrgang, in der Lehrküche ihr Können über die Zubereitung von Fischgerichten unter Beweis stellen. Wie schon in den vergangenen Jahren ging es auch 2011 dabei um die perfekte Zubereitung von norwegischem Lachs. Das zweite Team bestand aus Schülerinnen und Schülern der Ausbildungsrichtung Kaufmännische Assistenten mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung, welches den Film gedreht und produziert hat.

Doch nicht nur das Know-how der Beteiligten führte das Projekt zum Erfolg. Auch die gute Ausstattung der Schule trug ihren Teil dazu bei. So gibt es neben einer Grundausstattung von sieben interaktiven Whiteboards eben auch Computerräume mit insgesamt etwa 200 stationären Rechnern sowie darüber hinaus cirka 20 mobile Laptops der Hersteller Acer und Toshiba. Im Unterricht steht so jeder Schülerin und jedem Schüler ein eigener Computer zur Verfügung. In den Pausen und nach Schulschluss kann in einem Seminarfachraum an PCs mit Internetanschluss weiter an den gängigen Microsoft Office Programmen gearbeitet werden. Die Computer werden dabei nicht nur von einem Ausbildungszweig der Schule, sondern von allen genutzt. Auf allen Computern der Schule sind verschiedene Lernprogramme installiert. Dazu zählen das Warenwirtschaftssystem EVA bei den Handelsberufen, ein Programm für industrielles Rechnungswesen im Rechnungswesen oder E-Technik-Programme und Java-Applets im Physikunterricht.

Um die Rechner mit dem Internet zu verbinden verfügt die Schule über einen DSL-6000 Anschluss, der über ein Modem hergestellt wird und im Inneren der beiden Schulgebäude in ein 100-MBit-LAN mündet. „Der Einsatz von WLAN in der Schule ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten aber eher schwierig“, erklärt Chris Jüngling, Berufsschullehrer und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für berufliche Bildung Jugendlicher Rudolstadt e. V. „Die Wände der Gebäude sind aus Stahlbeton, sodass wir das Netz im Haus 1 nur über LAN und im Haus 2 nur sporadisch über ein aufgesetztes Netz über die Elektroinstallation erreichen.“

Abhängig vom Lehrplan erhalten die Schüler der SBBS natürlich auch Einblicke in den Aufbau und die Funktion eines Computers, die Verwendung der verschiedenen Betriebssysteme und der Vernetzung von PCs untereinander.

Als Lernplattform wird Moodle verwendet, doch vieles erledigen Lehrer und Schüler auf direktem Weg per E-Mail.

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