Über diesen Artikel
Datum:
06.11.2012
Autor:
Sven Becker
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/die-digitalen-schulbuecher-dynamisch-verlagsuebergreifend-herstellerunabhaengig.html
Title:
Die „Digitalen Schulbücher“ – dynamisch, verlagsübergreifend, herstellerunabhängig
Kategorie:
Schulpraxis
redaktion sven becker

Die „Digitalen Schulbücher“ – dynamisch, verlagsübergreifend, herstellerunabhängig

Logo Verband Bildungsmedien e. V.
© Verband Bildungsmedien e. V.

Gestern wurden die „Digitalen Schulbücher“ veröffentlicht. „Digitale Schulbücher“ ist ein Projekt der VBM Service GmbH, einem Unternehmen des „Verband Bildungsmedien e.V.“, der die Interessen von 85 Bildungsmedienherstellern in Deutschland vertritt. Schulen, Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler können damit digitale Bildungsmedien von bestimmten Verlagen in einem einheitlichen Regal verwalten und online wie offline nutzen. Das Unternehmen beschreibt die Vorzüge der „Digitalen Schulbücher“ in ihrer Pressemitteilung: „Ob zu Hause oder in der Schule, bei den Hausaufgaben, der Unterrichtsvorbereitung oder vor der Klasse: Das virtuelle Buchregal von „Digitale Schulbücher“ ist auf die Schulpraxis ausgerichtet. Lehrkräfte oder Schüler können Notizen hinterlegen, Lesezeichen setzen, Texte markieren und vieles mehr."

Darüber hinaus erlaubt die digitale Form den Verlagen, die „Digitalen Schulbücher“ multimedial zu gestalten. So können etwa Videos und Simulationen leicht eingebunden, sowie Internetseiten verlinkt werden. „,Digitale Schulbücher‘ ist ein dynamisches Projekt“, erklärt dazu Christoph Bornhorn, Geschäftsführer des „Verband Bildungsmedien e.V.“: „In den nächsten Wochen und Monaten wird die Anzahl der verfügbaren Produkte noch deutlich steigen. Und die beteiligten Verlage werden ihre Produkte Schritt für Schritt auch multimedial anreichern.“ Die Anreicherungen werden direkt aus dem „Digitalen Schulbuch“ heraus aufgerufen und dürfen auf Grund des Urheberrechts in der Regel nicht separat abgespeichert werden. Aus demselben Grund ist es untersagt, Screenshots oder Kopien der Inhalte für selbst erstellte Unterrichtsmaterialien weiterzuverwenden. Auch eine Druckfunktion sei momentan noch nicht implementiert, heißt es in den FAQs zum Projekt.

Die Plattform ist verlagsübergreifend angelegt. Die Bildungsmedien stehen in den Webshops der vertretenen Verlage zum Verkauf bereit und können in den „Digitalen Schulbüchern“ zusammengeführt werden: „Der Nutzer kann Titel zahlreicher Verlage in einem zentralen Regal nutzen, und das in einem Format und mit einer Technik“, sagt Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des "Verband Bildungsmedien e.V.". Gegenwärtig können exklusiv die von den Verlagen angebotenen „Digitalen Schulbücher“ im Buchregal genutzt werden. Es sei aber eine Funktionserweiterung geplant, die es erlauben soll, auch andere Materialien mit aufzunehmen, kündigt die entsprechende Seite der FAQs an.

Die Buchregal-Software kann auf der Projektseite heruntergeladen werden. Die verlagsabhängig unterschiedlich zeitlich begrenzten Freischaltcodes für die Lizenzen können bei den einzelnen Verlagen erworben werden.

„Digitale Schulbücher“ laufen unter Windows und Apple-Computern. Tablet-Versionen für das iPad und Android-Geräte werden jedoch bald folgen. „Wir wollen den Benutzern weder ein bestimmtes Endgerät noch ein bestimmtes Betriebssystem vorgeben“, sagt Diepgrond. Hinweise auf eine geplante Linux-Version finden sich zwar momentan noch nicht in den FAQs, werden aber vermutlich bald folgen.

Das Projekt ist ein Ansatz, die Menge unterschiedlicher digitaler Bildungsmedien an einem zentralen Ort für den Unterricht zusammenzuführen. Da dem Regal bald auch eigene Materialien hinzugefügt werden können, bietet sich hier möglicherweise auch eine Chance, die vielen, aber im Netz verstreuten didaktisch gut aufbereiteten Open Educational Resources besser in die Unterrichtspraxis integrieren zu können.

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06.11.2012
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Sven Becker
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Schulpraxis
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