Über diesen Artikel
Datum:
08.12.2010
Autor:
Redaktion
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https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/aus-der-praxislaptopbasierter-unterricht-auch-zum-aufbau-von-schaltkreisen.html
Title:
AUS DER PRAXIS Laptopbasierter Unterricht auch zum Aufbau von Schaltkreisen
Kategorie:
Schulpraxis
Schülerinnen und Schüler am Willy-Brandt-Berufskolleg     

AUS DER PRAXIS
Laptopbasierter Unterricht auch zum Aufbau von Schaltkreisen

Schülerinnen und Schüler am Willy-Brandt-Berufskolleg
Schülerinnen und Schüler am Willy-Brandt-Berufskolleg     
© Tanja Ewerhardy, Willy-Brandt-Berufskolleg

Die dreijährige Ausbildung zur Assistentin und zum Assistenten für Betriebsinformatik am Willy-Brandt-Berufskolleg Duisburg wird von den Schülerinnen und Schülern als zugleich anspruchsvoll und praxisnah empfunden. Das liegt auch an einer schlauen Verbindung von herkömmlichen Lehr- und Lernmaterialien und dem integralen Einsatz von Schülerlaptops. Ohne Berührungsängste haben sich die Schülerinnen und Schüler mittlerweile in alle gängigen Computerprogramme eingearbeitet, wie z.B. Tabellenkalkulationsprogramme, Datenbankanwendungen und Präsentationsprogramme, und darüber hinaus auch schon eigene Programmiererfahrungen gesammelt, zum Beispiel mit PHP. Inzwischen werden sogar die Schaltungen auf dem Laptop simuliert.

Anfangs waren die Fächer Betriebsinformatik und Maschinenbau neu für die zukünftigen Assistenten, die zuvor von allgemeinbildenden Schulen zum Berufskolleg gekommen sind. Aber „die neuen Inhalte waren auch eine Chance, mal etwas anderes zu machen“, so die Schülerin Selcan Ölcer, die in ihrem 1. Ausbildungsjahr gemeinsam mit ihren Klassenkameraden in der Werkstatt unter anderem eine U-Schaltung angefertigt hatte. Seit der Mittelstufe der Assistentenausbildung ist der Laptop fester Bestandteil des Unterrichts geworden. Insgesamt 40 Laptops wurden für die Schülernutzung angeschafft. Für die Arbeit in der Schule steht jedem Schüler sein personalisierter Laptop zur Verfügung – Geräte, die sich die Schülerinnen und Schüler selbst eingerichtet haben, bevor sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen konnten. In nahezu allen Fächern steht den Lernenden via W-Lan das gesamte im Internet erhältliche Wissen für die Arbeit am aktuellen Unterrichtsthema zur Verfügung. Herausforderung für die acht unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer ist es dann jeweils, einen reflektierten Umgang mit der völlig offenen Informationsbeschaffung zu schulen – also nicht auf Wikipedia stehen zu bleiben. Am Ende der dreijährigen Ausbildung stehen die Assistentenprüfung mit beruflich orientierten Schwerpunkten und die FHR-Prüfung in den klassischen Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch.

Nicht alle schaffen den Sprung in die Oberstufe dieses anspruchsvollen Bildungsganges, so sind in der Klasse AI083 noch elf Schülerinnen und Schüler verblieben, die nun bald in die Prüfungsphase eintreten. Auf die Frage nach den Gründen raten einige der Schüler jedem, der diese hochwertige Ausbildung erwägt, sich selbst zu prüfen, ob er/sie wirklich Programme und Anwendungen büffeln und verstehen möchte oder „nur“ einfach denkt, man könne auch ohne große Mühe am PC Erfolge sammeln. Auf die Frage, ob man sich als junge Frau in dieser Ausbildung wohlfühle, antwortet Selcan Ölcer: „Es ist toll, mal was zu machen, was nicht jeder macht: Informatik ist das Interessanteste für mich. In der Werkstatt musste man sich nur ein bisschen anstrengen.“! Heute liegt der Anteil der Schülerinnen bereits bei ca. 50% in diesem Bildungsgang.

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Schulpraxis
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