Über diesen Artikel
Datum:
01.01.2011
Autor:
Redaktion
Aktionen:
Drucken
URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/2010-entschieden-sich-viele-schulen-fuer-einen-wirksamen-jugendschutz-auf-ihren-computern.html
Title:
2010 entschieden sich viele Schulen für einen wirksamen Jugendschutz auf ihren Computern
Kategorie:
Schulpraxis
Pressekonferenz zum Einsatz des Schulfilters Plus an der Pilotschule Josef-Effner-Gymnasium in Dachau     

2010 entschieden sich viele Schulen für einen wirksamen Jugendschutz auf ihren Computern

Pressekonferenz zum Einsatz des Schulfilters Plus an der Pilotschule Josef-Effner-Gymnasium in Dachau
Pressekonferenz zum Einsatz des Schulfilters Plus an der Pilotschule Josef-Effner-Gymnasium in Dachau     
© Josef-Effner-Gymnasium

Immer mehr Schulen entscheiden sich für einen wirksamen Kinder- und Jugendschutz im Internet und verbannen damit gefährliche Inhalte wie Pornografie und Gewaltverherrlichung von den Schulrechnern. Dafür gibt es Grund genug, schließlich explodiert die Anzahl der Internetseiten und mit ihr die der gefährlichen Internetseiten, allein in diesem Jahr sind eine Million neue Internetseiten mit der Endung .de hinzugekommen. Allerdings gibt es nach wie vor etliche Schulen die in Kauf nehmen, dass ihre Schüler jugendgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte anschauen. Was viele nicht wissen: Die Schule verstößt in diesem Fall gegen das Jugendschutzgesetz. Häufig sind Ahnungslosigkeit über die tatsächlichen Gefahren, wenig IT-Kompetenz oder mangelnde Finanzmittel die Ursachen eines schlechten Schutzes. Nicht alle Schulen oder Schulträger wissen was ein Jugendschutzprogramm auf dem Stand der Technik leisten sollte und entscheiden sich so für weitgehend wirkungslose Umsonstlösungen.

Im Jahr 2010 entschieden sich dennoch deutschlandweit viele Schule auf einen wirksamen Filter umzusteigen, wie Europas größtes Pilotschulen-Programm der TIME für kids Foundation zeigt. Wirksam und auf dem aktuellen Stand der Technik sind Filter wenn sie automatisch Millionen von Internetseiten täglich analysieren und anhand von Wort- und Bilderkennung kategorisieren können. So werden die Filter täglich in einem Umfang aktualisiert den Menschen durch händische Suche und Kontrolle des Netzes nie erreichen könnten. Die gemeinnützige TIME for kids Foundation schwört deshalb auf den Schulfilter plus, der bereits 14 Milliarden Websites analysiert hat und so über 95 Prozent der Pornographie-Seiten sperren kann. Mit ihrem Pilotschulen-Programm leistet die Foundation seit Jahren Informations- und Bewusstseinsarbeit in den Schulen, organisiert Lehrerfortbildungen und gewinnt Paten für einen besseren Jugendmedienschutz. 2010 konnten so wieder etliche Schulen als Pilotschulen gewonnen werden, unter anderem die Sebastianschule Darup in Nordrhein-Westfalen, die Regelschule Oppurg in Thüringen oder das Josef-Effner-Gymnasium im bayerischen Dachau mit dem Paten Landrat Hansjörg Christmann. In Bayern startete die TIME for kids Foundation Anfang 2010 die aus dem Pilotschulen-Programm hervorgegangene „Initiative für ein sauberes Internet an bayerischen Schulen“. Inzwischen setzen in Bayern bereits 1500 von 5500 Schulen den Schulfilter Plus von TIME for kids ein, der auch vom bayerischen Schulserver als beste Lösung empfohlen wird.

Wer nicht handelt, muss neuerdings Konsequenzen fürchten. 2010 hatte sich erstmals die Polizei hat des Themas angenommen und Anfang des Jahres alle Schulrechner im Landkreis Bayreuth kontrolliert. Das Ergebnis war niederschmetternd, nur rund 50 Prozent der Schulen hatten einen wirksamen Filter, an der anderen Hälfte der Schulen waren meist Billigfilter installiert, die lediglich eine starre Liste altbekannter Seiten blockieren und damit weitgehend unwirksam sind. Angesichts der von ihr angebotenen Präventionsstrategien wundert sich die zuständige Bayreuther Polizeihauptmeisterin Katrin Schamel über die Ahnungslosigkeit vieler Schulen. Die Polizei habe kein Verständnis mehr für Schulen, die ihre Schüler nicht vor Gefahren wie beispielsweise Pornografie schützen. „Was viele Schulen da machen, ist gesetzeswidrig“, so Katrin Schamel abschließend.

Über diesen Artikel
Datum:
01.01.2011
Autor:
Redaktion
Aktionen:
Drucken
URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/2010-entschieden-sich-viele-schulen-fuer-einen-wirksamen-jugendschutz-auf-ihren-computern.html
Title:
2010 entschieden sich viele Schulen für einen wirksamen Jugendschutz auf ihren Computern
Kategorie:
Schulpraxis
Pressekonferenz zum Einsatz des Schulfilters Plus an der Pilotschule Josef-Effner-Gymnasium in Dachau     
Diesen Artikel teilen