Über diesen Artikel
Datum:
16.02.2012
Autor:
Sascha Steuer
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/live-von-der-didacta-it-unternehmen-starten-buendnis-fuer-bildung.html
Title:
Live von der didacta: IT-Unternehmen starten „Bündnis für Bildung“
Kategorie:
Netzpolitik
gastautoren stift

Live von der didacta: IT-Unternehmen starten „Bündnis für Bildung“

Auf der didacta präsentiert sich erstmals das neu gegründete Bündnis für Bildung. Zwölf Unternehmen der IT-Brache, der Schulbuchverlag Cornelsen sowie das Kultusministerium Schleswig-Holstein haben sich zusammengeschlossen, um durch den Verein den Einsatz digitaler Medien in Bildungseinrichtungen zu verbessern. Laut Satzung ist Zweck des Vereins „die nachhaltige Förderung der Bildung im Bereich der IT gestützten Lehr- und Lernumgebung“. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Branchenriesen wie Microsoft und Intel, aber auch deutsche Unternehmen wie Heinekingmedia und co.Tec.

Dem Verein sind durch das Kartellrecht und die selbst auferlegte Gemeinnützigkeit enge Grenzen gesetzt. Die Entwicklung von Produkten, oder gemeinsame Vermarktungsstrategien sind damit ausgeschlossen. Ein erstes Ziel soll daher sein Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die es Schulen und Schulträgern ermöglichen, die Bestandteile eines Schulnetzwerks von der Internetanbindung bis zum Medieninhalt in Schülerhand, zu planen. Dabei soll der jeweilige Stand der Technik jedes einzelnen Bausteins definiert und die jeweilige Kompatibilität abgebildet werden. Angesichts sehr unterschiedlicher Produkte und Schnittstellen ist dies ein ehrgeiziges Ziel. Zumal ein Verein, der allen Unternehmen offensteht schwer Standards definieren kann, die über den Produkten einzelner Mitglieder liegen.

Im nächsten Schritt will das Bündnis für Bildung eine sogenannte „Bildungs-Cloud“ entwickeln. Also eine Plattform über die alle Lehr- und Lerninhalte in Deutschland speicherbar und abrufbar sind. Der Sprecher des Bündnisses für Bildung, Mike Cato, erläuterte gegenüber DIGITAL LERNEN die Idee der Bildungs-Cloud. Demnach soll dahinter nicht ein Anbieter stehen, sondern vielmehr eine Art öffentliche Cloud organisiert werden, analog zum Internet, das ebenfalls keinen direkten Anbieter habe.  

Es wird spannend zu beobachten wie dieses Ziel beispielsweise zu der Konzernstrategie von Microsoft passt, die auf der didacta ihre eigene Bildungs-Cloud vorstellen. Mit „Office 365“ sollen noch in diesem Jahr die bisherigen „edu“ Dienste ergänzt und abgelöst werden. Mit Office 365 für Bildungseinrichtungen würden Schulen ein Paket geboten bekommen, das E-Mail, Kalender, Virenschutz, Webkonferenzen, Austausch von Office-Dokumenten bis zu Voice over IP enthält. Alle Funktionen sollen von der Schule zur Verfügung gestellt werden können und für die Schüler kostenlos sein. Der Preis für die Dienste soll sich an der Anzahl der Lehrkräfte einer Schule orientieren.

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16.02.2012
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