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Datum:
05.06.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/medienforschung/einzelansicht/artikel/jugend-forscht-2013-die-sieger-stehen-fest.html
Title:
„Jugend forscht“ 2013: Die Sieger stehen fest
Kategorie:
Medienforschung
Jugend forscht     

„Jugend forscht“ 2013: Die Sieger stehen fest

Jugend forscht
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© Stiftung Jugend forscht e.V.

Wie in jedem Jahr um diese Zeit: Die Siegerinnen und Sieger des 48. Bundesfinales von Jugend forscht stehen fest. Viele junge Forscher haben viele interessante Ansätze verfolgt und präsentiert, von denen die besten und originellsten nun prämiert wurden.

Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit gewann der 14-jährige Lennart Kleinwort aus Bayern. Mit seiner Software lassen sich auf Smartphones und Tablet-Computern geometrische Figuren darstellen und per Freihandmodus mit den Fingern verändern.

Der 18-jährige Korbinian Urban, ebenfalls aus Bayern, wurde mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ausgezeichnet: Er entwickelte ein neuartiges Verfahren für die Hochgeschwindigkeitsfotografie. Das Prinzip seiner Methode: Ein fallendes Objekt löst eine Lichtschranke aus. Dadurch wird ein Blitzlicht aktiviert, das den Chip einer Digitalkamera belichtet.

Den Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Johannes Reinhart aus Baden-Württemberg. Der 17-Jährige erforschte die Fähigkeit von Pflanzen, Beschädigungen der hauchdünnen Wachsschicht ihrer Blätter und Früchte selbst zu reparieren. Er entfernte das Wachs von den Pflanzen und beobachtete unter dem Rasterkraftmikroskop die Vorgänge an der geschädigten Blattoberfläche. Mit seinen Aufnahmen kann er zeigen, dass die Dicke und der Aufbau der Schutzschichten der unterschiedlichen Pflanzen sich deutlich voneinander unterscheiden. Auch variiert die Zeit, die verstreicht, bis die Pflanzen mit der Reparatur beginnen.

Patrick Ziesel und Joshua Rikker, beide 18 Jahre alt, aus Baden-Württemberg wurden Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt. Sie präsentierten ihren innovativen Holzspalter, mit dem Waldarbeiter künftig leichter und vor allem sicherer Bäume fällen können.

Der 19-jährige David Singer aus Nordrhein-Westfalen gewann im Fachgebiet Biologie. Mit einer aufwendigen Untersuchung belegte er die besondere Bedeutung des Lebensraums Stadt für die heimische Vogelwelt. Dabei nutzte er die Methode der Punkt-Stopp-Zählung: In verschiedenen Biotopen werden dabei an ausgewählten Punkten mehrmals fünf Minuten lang alle Vögel gezählt. In der Auswertung zeigen sich die unter Vögeln beliebten Lebensräume: Brachflächen, heimische Gehölze und auch Übergangsbereiche zwischen Wohngebieten und Grünflächen. Auch gefährdete Arten trifft man hier an.

Den Bundessieg im Fachgebiet Chemie errang der 17-jährige Michael Laue aus Sachsen-Anhalt. Mittels der chemischen Umwandlung von Graphenoxid gelang es dem Jungforscher mit einfachen Mitteln, elektrisch leitende Kohlenstoffschichten herzustellen.

Julian Petrasch, 21 Jahre alt, aus Berlin siegte im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Als günstige Alternative zu teuren Satelliten konstruierte er einen neuartigen Stratosphärenballon für die Aufnahme hochaufgelöster Luftbilder oder die Gewinnung von Wetterdaten.

Jessica Lackas aus dem Saarland befasste sich mit einem mathematischen Spiel: dem „Game of Life“. Dabei werden auf einem schachbrettartigen Feld Zellen platziert. Sie können den Zustand „lebendig“ oder „tot“ annehmen. Nach bestimmten, einfachen Regeln müssen im Spiel manche Zellen sterben, andere dürfen weiterleben oder werden sogar neu geboren. Im Laufe der Zeit bilden sich auf diese Weise komplexe, lebensähnliche Strukturen auf dem Spielfeld. Jessica Lackas fragte in ihrer Arbeit danach, wie viele lebende Zellen maximal auf ein Spielfeld bestimmter Größe passsen, ohne sich ins Gehege zu kommen? Sie schrieb sie Software, mit der sich verschiedene Lösungsansätze vergleichen lassen.

Physik-Bundessieger wurde Daniel Pflüger aus Niedersachsen. Mit Laser und Digitalkamera untersuchte der 18-Jährige die komplexe Wellenentwicklung, die beim Auftreffen eines Tropfens auf eine Wasseroberfläche entsteht.

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05.06.2013
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Sven Becker
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