Über diesen Artikel
Datum:
09.04.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/medienkompetenz-ist-verbraucherkompetenz.html
Title:
Medienkompetenz ist Verbraucherkompetenz
Kategorie:
Jugendmedienschutz
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Medienkompetenz ist Verbraucherkompetenz

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Weil unser alltägliches Handeln heute oft ein Medienhandeln ist, ist Medienkompetenz auch Verbraucherkompetenz. Deshalb muss Medienkompetenz stärker in der Schulbildung verankert sein, als es gegenwärtig der Fall ist. Daher will ein Bündnis, das von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz und der Verbraucherzentrale Bundesverband getragen wird, unter anderem verbindliche, bundeseinheitliche Bildungsstandards zur Verbraucherbildung schaffen und sich für eine stärkere Verankerung der Verbraucherbildung in den schulischen Lehrplänen einsetzen. Denn nach einer Studie des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft sehen 78 Prozent der befragten Lehrkräfte und Experten die Schule in der Pflicht, Verbraucherbildung in die Lehrpläne aufzunehmen. Zugleich geben 28 Prozent der Lehrer an, dass der Zustand der Verbraucherbildung in deutschen Schulen mangelhaft ist, vor allem auch im Bereich Medienkompetenz. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf sagt dazu: „Unsere Kinder kommen immer früher mit Themen wie Urheberrecht, Datensicherheit oder Online-Shopping in Berührung. Wir sehen uns in der Pflicht, Lehrer und Eltern dabei zu unterstützen, die in der digitalen Welt notwendigen Kompetenzen an die Schüler zu vermitteln.“

Diese Forderung ist drängend, denn die meisten Kinder und Jugendlichen nutzen regelmäßig digitale Medien – viele von ihnen ohne gründliche Kompetenzen, die sie vor den Risiken bewahren können. Laut einer Studie des BITKOM sind bereits neun von zehn Kindern im Alter von zehn bis zwölf Jahren im Internet unterwegs, ein Drittel von ihnen sogar täglich. In dieser Altersgruppe verfügen 56 Prozent über einen eigenen Computer, 82 Prozent über ein Handy. Bei den Älteren steigt der Anteil weiter an. Die Ergebnisse der JIM-Studie 2012 bestätigen diesen Trend. Danach besitzen deutlich mehr Jugendliche als in den Vorjahren ein Smartphone. 2010 waren es erst 14 Prozent, 2011 schon 25 Prozent, und in diesem Jahr sind es bereits 47 Prozent der Jugendlichen. Die Zugangswege zum Internet ändern sich mit dieser Entwicklung, während die Nutzungsfrequenz und -dauer in etwa gleich bleiben. Insbesondere die mobile Internetnutzung steigt. War sie in den letzten Jahren noch gering ausgeprägt – acht Prozent in 2010 und 22 Prozent in 2011 -, sind 2012 immerhin schon 40 Prozent der Jugendlichen regelmäßig mobil online.

Das Bündnis für Verbraucherbildung ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und setzt sich für die Förderung von Konsum- und Alltagskompetenzen im schulischen Bereich ein. Neben dem Thema Medienkompetenz stehen dabei Finanzkompetenz, Ernährung und Gesundheit sowie nachhaltiger Konsum im Mittelpunkt. Am 3. Juni wird die Stiftung Verbraucherschutz zudem erstmalig den Bundespreis Verbraucherschutz verleihen. Noch bis zum 11. April können unter verbraucherstiftung.de Vorschläge für Einzelkandidaten und Projekte eingereicht werden, die herausragende Leistungen für die Stärkung der Verbraucher bzw. für besonders erfolgreichen Verbraucherschutz gezeigt haben.

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09.04.2013
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Sven Becker
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