Über diesen Artikel
Datum:
28.01.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/medien-aber-sicher-ein-ratgeber-des-lmz-fuer-eltern.html
Title:
Medien - aber sicher. Ein Ratgeber des LMZ für Eltern
Kategorie:
Jugendmedienschutz
redaktion sven becker

Medien - aber sicher. Ein Ratgeber des LMZ für Eltern

Logo LMZ
© Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ)

Damit Eltern ihre Kinder beim Nutzen der digitalen Medien begleiten und anleiten können, müssen sie über deren Medienwelten Bescheid wissen. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) hat eine umfangreiche Broschüre veröffentlicht, die viele Themen rund um jugendliche Mediennutzung aufgreift und Tipps für die Medienerziehung in der Familie vorstellt.

Der Ratgeber will einen positiven und bewussten Umgang mit Medien vermitteln, wie es in der Einleitung heißt: „Medien sind weder böse, noch machen sie dumm oder dick. Im Gegenteil: Wer ihre positiven Eigenschaften nutzt, bereichert sein Leben unter anderem sozial, kreativ und kommunikativ.“ Über Medien könne man sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich Wissen aneignen, eigene Meinungen ausdrücken und selbst gestalterisch aktiv werden. Und noch einen Aspekt heben die Autoren hervor: „Digitale Medien sind zentral für Schule, Ausbildung und Beruf – ohne sie geht es nicht mehr.“  

Die Themenbereiche sind übersichtlich gegliedert. Es geht um „Kommunikation“, „Datenschutz und Recht“, „Schauen und Spielen“ sowie „Erziehen und Versorgen“. Unter diesen Punkten werden die wichtigen Themen genauer behandelt - unter anderem Soziale Netzwerke, Downloads und digitale Spiele. Der Ratgeber veranschaulicht jeden dieser Bereiche kurz anhand eines lebensweltlichen Beispiels, stellt ihn dann in einem Überblick kurz und sachlich vor und gibt Eltern Tipps für die Medienerziehung ihrer Kinder. Eine Reihe weiterführender Links bietet den Eltern die Möglichkeit, sich ausführlicher zu informieren.

Beispielsweise die Tipps zu Sozialen Netzwerken: „Facebook, schülerVZ und Co“. Zunächst schildert ein Elternteil die intensive Beschäftigung des Kindes mit Facebook, wobei aber auch Positives angesprochen wird: Die Tochter hält Kontakt mit ihrer Gastfamilie in Frankreich und übt sich dabei in der Sprache. Der Überblick erklärt daran anschließend kurz die grundlegende Funktion von Sozialen Netzwerken und worin ihre Faszination für Jugendliche liegt: Selbstdarstellung, Klatsch, Kommunikation und Spielen – ganz normale Dinge also. Auch auf den weiten Freundschaftsbegriff geht die Broschüre ein und klärt die Eltern auf, dass Jugendliche bei genauerer Nachfrage sehr wohl zwischen engen Freunden und bloßen Facebook-Bekanntschaften unterscheiden könnten. In den Tipps wird den Eltern zunächst die Sorge genommen, dass alles öffentlich werde, was die Kinder ins Internet hineinschrieben. Die Autoren stellen allerdings klar, dass man sich selbst um die Privatsphäre kümmern müsse. Dazu bieten sie eine Reihe von Vorschlägen: die Privatsphären-Einstellungen nutzen, Listen mit unterschiedlichen Sichtbarkeiten anlegen und vor allem: selbst das Netzwerk kennenzulernen, in dem das Kind sich bewegt.

Beim Thema „Runterladen, Tauschen, Nutzen“ geht es zunächst um die Sorge, dass das Herunterladen vom Musik in Tauschbörsen sehr teuer werden könnte. Es wird von der Möglichkeiten erzählt, Musik legal online zu streamen oder freie Musik unter einer Creative Commons Lizenz herunterzuladen. Auch die Tipps sind umfangreich und differenzieren zwischen den legalen, halblegalen und illegalen Möglichkeiten des digitalen Medienkonsums. Nach der Lektüre auch all der anderen Themen sind Eltern gut darauf vorbereitet, ihre Kinder kompetent im Internet zu begleiten.

Die Broschüre kann als PDF-Datei heruntergeladen werden oder kostenlos per E-Mail beim Landesmedienzentrum Baden-Württemberg bestellt werden.  

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Datum:
28.01.2013
Autor:
Sven Becker
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Medien - aber sicher. Ein Ratgeber des LMZ für Eltern
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Jugendmedienschutz
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