Über diesen Artikel
Datum:
24.02.2011
Autor:
Redaktion
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https://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/ein-viertel-der-sechsjaehrigen-geht-mittlerweile-online.html
Title:
Ein Viertel der Sechsjährigen geht mittlerweile online
Kategorie:
Jugendmedienschutz
KIM-Studie 2006-2010     

Ein Viertel der Sechsjährigen geht mittlerweile online

KIM-Studie 2006-2010
KIM-Studie 2006-2010     
© mpfs

Immer mehr Sechs- bis Siebenjährige Kinder gehen regelmäßig ins Internet, mittlerweile sind es 25 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl der älteren 12 bis 13-jährigen Kindern auf 90 Prozent zu. Hinzu kommt, dass die im Netz aktiven Kinder immer mehr Zeit im Internet verbringen als früher. Die Anzahl der Kinder die das Internet jeden oder fast jeden Tag nutzen, hat sich von 2006 zu heute auf 26 Prozent fast verdoppelt.

Nach Schätzung der befragten Haupterzieher verbringen die Sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich 24 Minuten pro Tag im Internet. Die Eltern stehen dem Internet häufig mit zweigeteilter Meinung entgegen: 59 Prozent stimmen der Aussage zu, dass das Internet Kinder zu „Stubenhockern“ macht, dennoch finden 60 Prozent „Kinder sollten so früh wie möglich an Computer gewöhnt werden“. Über drei Viertel der Haupterzieher meinen, dass Kindern der Umgang mit Computer und Internet in der Schule vermittelt werden sollte.

28 Prozent der Sechsjährigen gehen in der Schule ins Internet, die Zahl steigt mit zunehmendem Alter rasant, sodass 72 Prozent der Zwölfjährigen in der Schule online gehen.

Erstmalig untersucht die KIM-Studie das Suchverhalten von Kindern mit Suchmaschinen. 97 Prozent der Kinder kennen Google, die deutschen Kindersuchmaschinen sind dagegen nur etwa der Hälfte der Kinder bekannt. Auch das Nutzungsverhalten differiert sehr. Während fast alle Kinder die Google kennen, dies auch nutzen, ist es bei den Kindersuchmaschinen nur etwa die Hälfte. Noch weniger werden es bei der Frage der meistgenutzten Suchmaschine, hier führt erneut Google. Die Kindersuchmaschinen werden jedoch kaum regelmäßig genutzt, hier führt Blinde Kuh bei einem Drittel der Kinder die Blinde Kuh kennen.

Ein Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen will nicht mehr auf Computer und Internet verzichten. Diese Affinität zu PC und Onlinediensten nimmt mit dem Alter deutlich zu: Während nur sechs Prozent der jüngsten Kinder (sechs und sieben Jahre) PC/Internet als unentbehrlich ansehen, sind es bei den Zwölf- bis 13-Jährigen 41 Prozent. Komplementär dazu entwickelt sich die Bindung an den Fernseher: Während drei Viertel der Sechs- bis Siebenjährigen nicht auf dieses Medium verzichten wollen, sind es bei Kindern zwischen zwölf und 13 Jahren nur noch 40 Prozent. Insgesamt ist das Fernsehen aber weiterhin das zentrale Medium für Kinder: Drei Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen sehen jeden oder fast jeden Tag fern und die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Tag beträgt nach Angaben der Haupterzieher 98 Minuten.

Die Studienreihe KIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2010 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2010 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

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24.02.2011
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Jugendmedienschutz
KIM-Studie 2006-2010     
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