Über diesen Artikel
Datum:
26.04.2013
Autor:
Thorsten Greb
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/lh-guenther-platter-wir-duerfen-uns-den-notwendigen-weiterentwicklungen-im-bildungsbereich-nicht.html
Title:
LH Günther Platter: „Wir dürfen uns den notwendigen Weiterentwicklungen im Bildungsbereich nicht verschließen.“
Kategorie:
Gastbeitrag / Interview
Landeshauptmann Günther Platter     

LH Günther Platter: „Wir dürfen uns den notwendigen Weiterentwicklungen im Bildungsbereich nicht verschließen.“

Landeshauptmann Günther Platter
Landeshauptmann Günther Platter     
© Land Tirol – Berger

An diesem Sonntag finden in Tirol Landtagswahlen statt und rund eine Woche später beginnt in Hall in Tirol eine der wichtigsten Bildungsmessen zum computergestützten Lernen im deutschsprachigen Raum. Das Magazin DIGITAL LERNEN nahm diese beiden Termin zum Anlass, um mit Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol und ehem. Bundesminister, über die IKT-Strategie seiner Landesregierung und einige bildungspolitische Fragen zu sprechen.

DIGITAL LERNEN: Das Land Tirol macht sich auf den Weg in eine digitale Zukunft: Ein kürzlich von Ihnen vorgestellter Breitband-Masterplan soll schnelles Breitbandinternet flächendeckend für alle Tiroler Bürgerinnen und Bürger verfügbar machen und mit der eGovernment-Strategie „Tirol 2.0“ sollen schon bald alle Gemeinden ihre Verwaltungsverfahren vollständig elektronisch abwickeln. Welchen Stellenwert in der IKT-Strategie der Tiroler Landesregierung nimmt die Integration digitaler Medien in schulischen Bildungseinrichtungen ein? 

Platter: Im Rahmen des vom Land Tirol unterstützten kommunalen E-Government-Projekt „Tirol 2.0“ wurden in den letzten zwei Jahren bereits 55 Tiroler Gemeinden mit rund 210.000 Einwohnern mit modernster IT-Infrastruktur ausgestattet, welche durchgängig medienbruchfreie und völlig papierlose Verwaltungsprozesse vom Antrag bis zur Zustellung des Erledigungsdokuments ermöglicht. Für die Bürgerinnen und Bürger Tirols wird damit die Abwicklung von Gemeindeverfahren einfacher, schneller und bequemer als je zuvor.

Gleichzeitig werden im Rahmen von „Tirol 2.0“ nach und nach die Verfahrensabläufe in den Gemeinden standardisiert und optimiert. Damit steigt die Effektivität und Effizienz in den Rathäusern, die Verfahren werden schneller und Probleme reduziert, was letztendlich zu einer kostengünstigeren und leistungsfähigeren Gemeindeverwaltung in ganz Tirol führt. Der Tiroler Weg zu leistungsfähigen Gemeindekooperationen - anstatt der zum Beispiel in der Steiermark forcierten Zwangsfusionen - ist damit optimal erschlossen.

Tirol hat seine Hausaufgaben zur Gemeindemodernisierung gemacht und gilt mit diesem bisher österreich- und sogar europaweit einzigartigen Projekt als viel beachtete Beispielregion für die Kommunalverwaltung der Zukunft. Ähnliches haben wir nun auch im Bildungssektor vor.  

DIGITAL LERNEN: Was unternimmt das Land Tirol konkret, um die IKT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu stärken?  

Platter: Bereits in den Jahren 2000 bis 2004 wurde auf meine Initiative hin das sogennante Volksschulprojekt gestartet, an dem fast alle der ca. 400 Tiroler Volksschulen teilnahmen. Es wurde eine Förderung ausbezahlt, wenn die Schule eine Breitbandleitung in das Tiroler Schulnetz und eine interne Vernetzung der Klassenräume installierte, neue PC's angeschafft wurden und – vor allem – wenn die Lehrpersonen an einer Schulung teilnahmen.  

Auch seit dieser Zeit unterstützt das Tiroler Bildungsservice die 700 Tiroler Schulen beim Support der Schulnetzwerke und hilft bei der Umsetzung diverser IT-bezogener Projekte, fördert die Zusammenarbeit betroffener Einrichtungen in diesem Bereich und betreut eine Internet-Plattform, die ein umfassendes Angebot für alle an Bildung Interessierten und Beteiligten zur Verfügung stellt, das sich am aktuellen Stand der Technik orientiert.  

Die Datenverarbeitung Tirol stellt allen Schulen zentral Dienste wie Webserver für alle Schulen, Mailserver für alle Tiroler LehrerInnen und SchülerInnen, eine Lernplattform und ein E-Portfoliosystem zur Verfügung. Über das Portal Tirol wird der Zugang zu internen und externen Anwendungen wie etwa zur Schul- und Schülerverwaltung, einem Dienstreisemanagement für Lehrpersonen oder dem Anmeldesystem der Pädagogischen Hochschule Tirol zur Verfügung gestellt.

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Datum:
26.04.2013
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Thorsten Greb
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