Über diesen Artikel
Datum:
08.01.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
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URL:
https://www.digital-lernen.de/nachrichten/diverses/artikel/forschungsprojekt-zu-kindern-und-online-werbung.html
Title:
Forschungsprojekt zu Kindern und Online-Werbung
Kategorie:
Studien
redaktion sven becker

Forschungsprojekt zu Kindern und Online-Werbung

Hans-Bredow-Institut
© Hans-Bredow-Institut

Das Internet wird auch für Kinder im Grundschulalter immer wichtiger. Sie spielen, schauen sich Videos an und nutzen kindgerecht aufbereitete Portale. Viele dieser Angebote sind werbefinanziert und so sehen sich die Kinder einer Vielzahl von Werbeformen gegenüber. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) vergeben einen gemeinsamen Forschungsauftrag an das Hans-Bredow-Institut. Das Projekt soll das Verhältnis von Kindern zur Werbung beleuchten und medienpädagogische Handlungsanweisungen erarbeiten.

Das Forschungsprojekt thematisiert die damit einhergehenden Probleme und fragt dazu zunächst, mit welcher spezifischen Art von Online-Werbung Kinder im Grundschulalter konfrontiert werden. Darüber hinaus wollen die Forscher klären, inwieweit und ab welchem Alter die Kinder in der Lage sind, Internet-Werbung als solche zu erkennen und von nicht-werblichen Inhalten zu unterscheiden, ob sie verdeckte Werbebotschaften wahrnehmen, und welche Anforderungen an die Interpretation und Bewertung kommerzieller Onlineinhalte Kinder sich gegenübersehen.

Das Projekt wird vor allem solche Internetangebote in den Blick nehmen, die besonders häufig von Kindern genutzt werden. Neben den internetspezifischen Formen sollen aber auch crossmediale Vermarktungsstrategien untersucht werden, insbesondere das Fernsehen wird dazu einbezogen.

Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erklärt: „Unser `Dialog Internet´ hat gezeigt: Kinder müssen den Umgang mit Online-Werbung als wichtigen Teil ihrer Medienkompetenz schrittweise lernen können. Die Forschungsergebnisse werden Aufschluss darüber geben, ob und wie Kinder mit Online-Werbung umgehen können. Diese wissenschaftliche Basis werden wir dafür nutzen, eine altersgerechte Kinderseitenlandschaft zu fördern und dabei Anbieter und Werbewirtschaft in die Pflicht nehmen.“

Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, sagte zur Projektvergabe: „Für die LfM sind die Forschungsergebnisse Bestandteil unseres Auftrags der Bewertung von Entwicklungen auf dem Medienmarkt. Wir erhoffen uns dadurch wichtige Schlussfolgerungen für die Medienaufsicht und unsere Medienkompetenzförderung. Ich begrüße es sehr, dass wir bei diesem Projekt mit dem Bundesfamilienministerium einen Partner haben, der aus seinem eigenen Zuständigkeitsbereich heraus noch einmal besondere Akzente setzen kann.“

Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt werden Mitte 2014 vorliegen. Sie sollen in flankierende kommunikative Maßnahmen einfließen und in Publikationen für Kinderseitenanbieter sowie für Eltern und Erziehende aufbereitet werden.

Das Forschungsprojekt ist interdisziplinär angelegt und wird von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam in Auftrag gegeben. Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg wird die Untersuchung durchführen.

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08.01.2013
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Sven Becker
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