Didaktisch wertvolle Lernbausteine für den Schulunterricht

Learningapps
Learningapps      
© Michael Hielscher

Schulklassen, in denen Geräte mit verschiedenen Hardware- und Softwarevoraussetzungen zum Einsatz kommen, können damit problemlos kooperativ arbeiten. Einzige Voraussetzung sind eine Internetverbindung und ein Webbrowser, denn Apps werden online aufgerufen. Grundsätzlich lässt sich das Angebot ohne Anmeldung nutzen. Möchte man aber eine App erstellen und diese andere Nutzern zum Download bereitstellen, ist eine Registrierung notwendig. Eine ganz praktische Funktion ist der Klassenmodus. Damit können Lehrer Benutzeraccounts für die Schülerinnen und Schüler anlegen und verwalten.

Die neuen Möglichkeiten des Internets bringen es mit sich, dass grundsätzlich Jeder Inhalte erstellen und diese anderen zur Verfügung stellen kann. „Wie bei Web 2.0 Angeboten üblich, ist die Qualität der Apps sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl sehr gute als auch sehr schlechte Beispiele“, sagt Hielscher. Auf eine Qualitätskontrolle wird aber ganz bewusst verzichtet. Vielmehr sei es die Aufgabe der Plattformbetreiber, „eine möglichst einfache Erschließung der wachsenden Anzahl von Apps“ zu ermöglichen, beispielswiese mit verschiedenen Sortierungsoptionen wie etwa der Aufrufhäufigkeit oder der Nutzerbewertung.

Auch was die Regulierung von Inhalten angeht, bleiben die Plattformbetreiber ihrem Web 2.0 Ansatz treu. „Hier vertrauen wir in erster Linie auf die Nutzer selbst und haben ein Formular zur Beanstandung von Apps eingefügt. Unterhalb jeder App gibt es dorthin einen Link ‚Copyright Problem/ Missbrauch melden‘, über den etwa auch Verlage einen Copyright-Verstoß beanstanden können“, sagt Hielscher. Bei Apps, die von neuen Nutzern veröffentlicht werden, werde außerdem eine einfache Sichtprüfung vorgenommen. Über ein internes Nachrichtensystem können sich die Nutzer untereinander austauschen und auf etwaige Fehler aufmerksam machen. Und als Ultima Ratio bleibe immer noch das Entfernen einer App von der Plattform.   

Die Statistik gibt der Projektidee jedenfalls Recht. Derzeit hat die Plattform rund 13.000 registrierte Benutzer, wovon etwa 6.000 als Schülerkonten angelegt wurden. Und auch die Anzahl der Apps kann durchaus überzeugen. Bisher seien circa 30.000 erstellt worden, von denen rund 4.500 bisher veröffentlicht wurden.  

Für die Zukunft haben die Verantwortlichen von Learningapps.org sich noch einiges vorgenommen. „Unsere Ausrichtung geht langfristig ganz klar auf mobile Endgeräte wie iPads oder Android-Tablets, weil wir hier ein großes Potenzial sehen. Wir investieren deshalb viel Zeit darin, möglichst alle Apps auch auf diesen Plattformen zu unterstützen und etwa mit Toucheingaben bedienen zu können“, so Hielscher.  

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Über diesen Artikel
Datum:
16.07.2012
Autor:
Thorsten Greb
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Didaktisch wertvolle Lernbausteine für den Schulunterricht
Kategorie:
Technik
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