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Datum:
05.11.2013
Autor:
Thorsten Greb
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/mit-schnellem-breitbandinternet-zu-einem-attraktiven-bildungsstandort.html
Title:
Mit schnellem Breitbandinternet zu einem attraktiven Bildungsstandort
Kategorie:
Technik
Main-Kinzig-Kreis     

Mit schnellem Breitbandinternet zu einem attraktiven Bildungsstandort

Main-Kinzig-Kreis
Main-Kinzig-Kreis     
© Main-Kinzig-Kreis

Ein Glasfaserinternetanschluss mit einem möglichen Datendurchsatz von 1.000 Mbit/s, direkt verbunden mit dem weltweit größten Internetknotenpunkt DE-CIX in Frankfurt am Main. Nein, hier ist nicht die Rede von einem Rechenzentrum oder einem mittelständischem IT-Unternehmen, sondern von der Kreisrealschule Bad Orb im Hessischen Main-Kinzig-Kreis. Die Schule wurde im Rahmen der aktuellen Breitbandinitiative des Kreises als eines von vier Pilotprojekten ausgewählt und an das blitzschnelle Datennetz angeschlossen. Zehn Schulen sollen noch in diesem Jahr versorgt werden, weitere werden bis Abschluss des Ausbaus im Jahr 2015 schrittweise angeschlossen. Am Ende werden eine ganze Reihe von Schulen über einen Glasfaserdirektanschluss mit mindestens 100 Mbit/s verfügen, die anderen Schulen werden mit mindestens 25 Mbit/s, mehrheitlich aber mit 50 Mbit/s in der digitalen Welt unterwegs sein, verspricht die Kreisverwaltung mit Sitz in Gelnhausen.

Schnelles Breitband ist nicht alles, aber ohne schnelles Breitband ist alles nichts

Tatsächlich gehört es bereits heute zur Wirklichkeit an vielen Schulen in Deutschland, dass nicht mehr zeitgemäße Internetleitungen der Flaschenhals bei der Nutzung digitaler Medien im Unterricht sind. Greifen beispielsweise mehrere Klassen mit ihren Endgeräten gleichzeitig über eine unterdimensionierte Internetleitung auf eine Lernplattform oder andere datenintensive Webdienste zu, kann es schon mal zu Übertragungsengpässen kommen. Und die Anforderungen an die schulischen Internetanschlüsse werden zukünftig voraussichtlich weiter steigen, sollten sich webbasierte Lehr- und Lernarrangements, Bring Your Own Device-Szenarien, Cloud-Dienste oder die Fernwartungen der schulischen IT-Infrastruktur flächendeckend durchsetzen. Sicher ist schnelles Breitbandinternet dabei nur einer von vielen kritischen Aspekten, aber ohne dass die Schulen über schnelle Internetleitungen verfügen, sind die Visionen zum Lernen mit digitalen Medien von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Kreisrealschule in Bad Orb muss sich über zu langsames Internet glücklicherweise keine Gedanken mehr machen. Mit dem Glasfaserausbau garantiert der Main-Kinzig-Kreis der Schulgemeinde Bad Orb eine Mindestgeschwindigkeit von 250 Mbit/s. Und es ist noch reichlich Luft nach oben, denn technisch sind sogar 1.000 Mbit/s machbar.

Zu langsam zum Lernen war gestern

Für die Lehrkräfte und Schüler an der Kreisrealschule Bad Orb sind das gute Nachrichten. Sie können nun in ihren Tablet- und Laptopklassen den Unterricht ohne nervende Lade- und Wartezeiten gestalten und sich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Auch Schulleiterin Thümmes-Lehmann freut sich über den Anschluss ihrer Schule an das schnelle Breitbandinternet, mit dem das IT-gestützte Lernen nun ein Stück weit leichter von der Hand geht. „Durch den Breitbandausbau sind wir in der Lage, ein neues System zu testen, in dem Lernprogramme und Software über eine Cloud-Plattform bereitgestellt werden. Die Schüler können die Anwendungen endgeräteunabhängig von überall starten. Daten können schnell bereitgestellt und ausgetauscht werden, sodass man lerngruppenübergreifend an Aufgaben und Projekten arbeiten kann. Wir haben nun eine Bandbreite zur Verfügung, durch die das Arbeiten im Internet zuverlässig funktioniert und Spaß macht.“ 

Derzeit lässt sich das volle Potenzial der Glasfaserleitung noch nicht abschätzen, geschweige denn bis auf die letzten ‚Bits und Bytes‘ ausreizen, denn der Anschluss ist noch recht frisch, und die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, müssen zunächst unter pädagogischen und didaktischen Gesichtspunkten erörtert werden. Schulleiterin Thümmes-Lehmann ist jedoch fest davon überzeugt, dass sich das schnelle Glasfaserinternet positiv auf die Entwicklung ihrer Schule auswirken wird.  

Bei Bedarf ein Glasfaserdirektanschluss

Insgesamt 99 Schulen – darunter auch Deutschlands größte allgemeinbildende Schule, die Kopernikusschule Freigericht mit etwa 2.600 Schülern - befinden sich in Trägerschaft des Main-Kinzig-Kreises.

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05.11.2013
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Thorsten Greb
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