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Datum:
28.03.2011
Autor:
Redaktion
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http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/medienkongress-in-berlin-umgang-mit-digitalen-medien-muss-pruefungsrelevant-sein.html
Title:
Medienkongress in Berlin: Umgang mit digitalen Medien muss prüfungsrelevant sein
Kategorie:
Technik
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Medienkongress in Berlin: Umgang mit digitalen Medien muss prüfungsrelevant sein

Nach zwei spannenden Tagen ist der bundesweite, medienpädagogische Kongress „Keine Bildung ohne Medien!“ mit Forderungen für eine bessere Integration digitaler Medien zu Ende gegangen. Neben dem Thema „Medienbildung in der Schule“ befassten sich Arbeitsgruppen mit den Themen Frühkindliche Bildung, Jugendbildung, Seniorenbildung und aktuellen Forschungsschwerpunkten.

Die AG „Medienbildung in die Schule“ stellte drei zentrale bildungspolitische Forderungen auf. Danach darf kein Jugendlicher Schule ohne grundlegende Medienbildung verlassen. Das verlange die verbindliche Verankerung in Prüfungen und Lehr- und Rahmenplänen in allen Fächern. Es dürfe keine Lehrperson ihre Ausbildung ohne Kompetenz zur Medienbildung abschließen; zugleich muss die Entwicklung der Kompetenz zur Medienbildung ein verbindlicher Bestandteil der Fort- und Weiterbildung sein, fordert die AG. Dies erfordere die Formulierung von akkreditierungsrelevanten Bildungsstandards durch die KMK und die Aufnahme in das System der Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Darüber hinaus müsse jede Schule ein fächer- und jahrgangsübergreifendes Medienbildungskonzept als Teil des Schulprogramms entwickeln und umsetzen. Das bedeutet die Verankerung im länderspezifischen Qualitätsrahmen als eigene Dimension.

Weitere Punkte zu bildungspolitischen Anliegen, die in der AG-Diskussion eine wichtige Bedeutung hatten: Bereitstellung von umfassenden Ressourcen, Umsetzung des Medienbildungskonzepts an Schulen nur durch die aktive Unterstützung der Bildungspolitik, Schuladministration und Schulforschung sowie Eltern, Keine Verengung des Medienbegriffs auf IuK/Technologie / Umfassendes Verständnis.

Der Organisator Professor Niesyto brachte es in seiner Zusammenfassung auf den Punkt. Das Internet habe weitreichende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen bewirkt. Es ermöglicht mehr politische Teilhabe durch eine Orts- und Zeitunabhängige Kommunikation.

Dem Kongress ging die Erarbeitung des Medienpädagogischen Manifests voraus, das mittlerweile 1.350 Akteure unterschrieben haben. Die Initiative startete Professor Niesyto von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Auf dem Kongress sollen nun eine weitere Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Notwendigkeit einer breiten Förderung von Medienkompetenz in verschiedenen Handlungsfeldern erreicht werden.

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