Über diesen Artikel
Datum:
22.02.2012
Autor:
Sascha Steuer
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/lehrerverbaende-fordern-verbesserungen-am-konzept-des-digitalen-schulbuchs.html
Title:
Lehrerverbände fordern Verbesserungen am Konzept des Digitalen Schulbuchs
Kategorie:
Technik
gastautoren stift

Lehrerverbände fordern Verbesserungen am Konzept des Digitalen Schulbuchs

Kurz nachdem 27 der im Verband Bildungsmedien zusammengeschlossenen Schulbuchverlage die Preview-Version eines Digitalen Schulbuchs vorgestellt haben, gibt es Kritik auf Seiten der Lehrerverbände.

Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, forderte im Gespräch mit DIGITAL LERNEN, dass Digitale Schulbücher flexible Einsatzmöglichkeiten bieten müssten. Es reiche nicht aus, heutige Printbücher eins zu eins in ein digitales Format zu überführen. Die Lehrer stellten schließlich ihre Unterrichtsvorbereitungen aus unterschiedlichen Angeboten zusammen, aus denen sie auswählen wollen. Das von den Bildungsverlagen entwickelte Digitale Schulbuch, mit seinen beschränkten Funktionalitäten, hält Beckmann daher nur für einen ersten Schritt.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW), Marianne Demmer, begrüßte gegenüber DIGITAL LERNEN grundsätzlich die Digitalisierung der Schulbücher, alleine schon weil der Schulranzen ohne die vielen gedruckten Bücher leichter würde. Allerdings mahnt sie an, dass die Schulen flexibel bei der Auswahl der Medien bleiben müssen. Es müsse sichergestellt werden, dass es keine Verpflichtung gebe, die Bücher eines bestimmten Anbieters nutzen zu müssen. Außerdem forderte sie eine Qualitätskontrolle der Digitalen Schulbücher, ähnlich zu der heute gängigen Kontrolle der Schulbücher durch das jeweilige Kultusministerium.

Die auf der didacta vorgestellten Funktionalitäten des Digitalen Schulbuchs sind noch sehr beschränkt. Das Buch funktioniert im Wesentlichen  wie ein PDF mit Markierungsfunktion. Offenbar war dies der kleinste gemeinsame Nenner auf den sich die Verlage einigen konnten, nun soll es jedem Verlag selbst überlassen bleiben, ob er weitere Funktionen wir Videoeinbindung, Frage-Antwort-Möglichkeiten, oder wie in Apples iBook drehbare 3D-Modelle einbindet. Die Verlage kündigten an, dass mit dem Marktstart zum nächsten Schuljahr weitere Funktionen möglich sein sollen.

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