Über diesen Artikel
Datum:
12.12.2011
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/deutsche-gespalten-bei-forderung-nach-dem-digitalen-schulbuch.html
Title:
Deutsche gespalten bei Forderung nach dem digitalen Schulbuch
Kategorie:
Technik
Alles in einem einzigen handlichen Endgerät

Deutsche gespalten bei Forderung nach dem digitalen Schulbuch

Alles in einem einzigen handlichen Endgerät

Alles in einem einzigen handlichen Endgerät

70 Prozent der Deutschen befürworten die Einführung eines digitalen Schulbuchs, während 30 Prozent der Idee skeptisch gegenüberstehen, 15 Prozent lehnen eine solche Innovation gar komplett ab. Damit geben die Deutschen ein sehr differenziertes Meinungsbild in dieser Frage ab, das sich von den anderen, im Rahmen der Zukunftsstudie des Münchner Kreises untersuchten Ländern, unterscheidet. In der Befragung wurde das digitale Schulbuch als Tablet-Computer dargestellt auf dem alle Buchinhalte angezeigt und bearbeitet werden können. So können schwere Bücher vermieden und Inhalte ständig aktualisiert werden. Die Schüler hätten im Gegensatz zum gedruckten Buch die Möglichkeit im Text zu arbeiten und Kommentare anzubringen.

Der Münchner Kreis hat Mitte des Jahres 2011 in einer repräsentativen Studie 7.231 Personen in Deutschland, Schweden, USA, Brasilien, China und Südkorea nach ihren Einschätzungen des zukünftigen digitalen Lebens befragt. Dazu wurden in der Studie exemplarisch 16 Zukunftsbilder des zukünftigen digitalen Lebens untersucht.

Wesentlich aufgeschlossener stehen die Brasilianer dem digitalen Schulbuch gegenüber. Hier wären 45 Prozent bereit, ihren Kindern ein digitales Schulbuch zu ermöglichen, auch wenn sie dafür zahlen müssten, in Deutschland denken so nur 28 Prozent. Gegen den Einsatz sprechen laut den Befragten in Deutschland auch die entstehende Technikabhängigkeit und die Angst vor Datenmissbrauch.

Die Studie setzt auch mit den Themen Datenschutz und Datenmissbrauch auseinander. Dabei wird auch der „Siegeszug vergütungsfreier Dienste“ analysiert, die sich durch zielgruppenspezifische, personalisierte Werbung finanzieren. Auch die Einstellung zu einem „allgegenwärtigen Schreibtisch“, sprich Cloud, wurden untersucht. Am skeptischsten stehen die Deutschen der Idee gegenüber, dass alle ihre Daten in einer Cloud abgelegt werden und von überall abrufbar sind. 63 Prozent der Deutschen hätten Angst, dass in diesem Modell ihre Daten missbraucht würden, 30 Prozent hoffen daher, dass der „allgegenwärtige Schreibtisch“ nie Realität wird.

Die Studie „Zukunftsbilder der digitalen Welt. Nutzerperspektiven im internationalen Vergleich.“ wurde im Rahmen des Langzeitprojekts „Zukunftsstudie MÜNCHNER KREIS“ gemeinsam von den Herausgebern Münchner Kreis, EICT, Siemens, Deutsche Telekom, TNS Infratest, ZDF sowie den Förderern, dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Bird&Bird, Daimler, Deutsche Bank, Google, Sony, Technische Universität München und VDE (ITG), und den Kreativpartnern mc-quadrat und deep innovation durchgeführt.

Die komplette Studie finden Sie hier

Über diesen Artikel
Datum:
12.12.2011
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/technik/einzelansicht/artikel/deutsche-gespalten-bei-forderung-nach-dem-digitalen-schulbuch.html
Title:
Deutsche gespalten bei Forderung nach dem digitalen Schulbuch
Kategorie:
Technik
Alles in einem einzigen handlichen Endgerät
Weiterführende Links
Diesen Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Anzeige