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Datum:
07.08.2012
Autor:
Thorsten Greb
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URL:
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Title:
Bayerisches Wirtschaftsministerium zieht positive Bilanz bei der Breitbandförderung
Kategorie:
Technik
gastautoren stift

Bayerisches Wirtschaftsministerium zieht positive Bilanz bei der Breitbandförderung

Telekom Glasfaserleitungen
© Deutsche Telekom AG

Der Freistaat Bayern nimmt viel Geld in die Hand, um bei der Breitbandversorgung gegenüber anderen Bundesländern aufzuholen und, um in Zukunft eine Vorreiterrolle einzunehmen. Dazu hat man vor wenigen Wochen ein Breitbandförderprogramm aufgelegt, mit dem bis zum Jahr 2014 rund 500 Millionen Euro zum Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets investiert werden sollen. DIGITAL LERNEN berichtete darüber. Derzeit wartet man in Bayern auf eine Genehmigung aus Brüssel durch die zuständigen EU-Aufsichtsbehörden.

Aber auch in den vergangenen Jahren hat Bayern einiges getan, um die Breitbandinfrastruktur insbesondere von ländlichen Regionen zu verbessern. Mit dem ersten Breitbandförderprogramm 2008 – 2011 wurden insgesamt rund 108 Millionen Euro Fördergelder für entsprechende Infrastrukturprojekte ausgegeben, die gezielt die weißen Versorgungsflecken schließen sollten. In einer vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Technologie herausgegebenen Broschüre wurde nun eine Bilanz des ersten Breitförderprogramms gezogen.

Demnach haben sich rund 80 Prozent der 2.056 bayerischen Gemeinden am Förderprogramm beteiligt und 1.300 Gemeinden haben eine Förderung für Breitbandinfrastrukturprojekte erhalten, stellt das bayerische Wirtschaftsministerium fest. „82 Prozent der Förderbescheide ergingen im ländlichen Raum, 49 Prozent im strukturschwachen Raum“, heißt es dazu weiter. Die Förderhöchstsumme je Antrag lag bei 100.000 Euro, die an etwa die Hälfte der geförderten  Gemeinden, auch tatsächlich ausgegeben wurde.

Mit 87 Millionen Euro entfiel der größte Anteil der Fördergelder auf kabelgebundene Lösungen, nur 4 Millionen Euro wurden für Lösungen mit Funktechnologien ausgegeben. Auf Hybridlösungen – ein Technologiemix aus kabelgebundenen und kabellosen Übertragungsformen - entfielen 17 Millionen Euro.

Bezogen auf die geförderten Bandbreiten, wurde mit 102 Millionen Euro der Löwenanteil in zukunftsfähige Übertragungsgeschwindigkeiten von 6 Mbit/s bis 50 Mbit/s investiert. Bandbreiten von 1 Mbit/s bis 6 Mbit/s wurden mit 6 Millionen Euro gefördert. Unterm Strich konnte Bayern bei  der Versorgung mit Breitbandgeschwindigkeiten von 6 Mbit/s und 16 Mbit/s gegenüber anderen Flächenländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen spürbar aufholen.

Die Frage, ob und wie stark die Schulen von der Breitbandförderung profitiert haben, lässt sich pauschal nicht sagen. „Ob die Gemeinden Anschlüsse zu Firmen, öffentlichen Verwaltungsgebäuden oder etwa Schulen gebaut haben, wurde nicht erfasst“, heißt es auf Nachfrage bei der Regierung von Oberbayern, der Region mit den meisten geförderten Gemeinden. Die Entscheidung der Verteilung und Nutzung der Breitbandkapazitäten vor Ort obliegt den Gemeinden, deshalb gibt es darüber keine zentrale Aufzeichnung bei den übergeordneten Gebietskörperschaften.

Es dürfte aber außer Zweifel stehen, dass im Rahmen der Breitbanderschließung ländlicher und strukturschwacher Regionen auch viele Schulen ans Breitbandnetz angeschlossen wurden. Auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung Altenstadt - eine vom bayerischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnete Best-Practice –Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau - bestätigte man uns, dass mit dem Förderprogramm die Voraussetzungen für den Anschluss der örtlichen Schule an das Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz geschaffen wurden.

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07.08.2012
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Thorsten Greb
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Bayerisches Wirtschaftsministerium zieht positive Bilanz bei der Breitbandförderung
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