Über diesen Artikel
Datum:
05.04.2012
Autor:
Sascha Steuer
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/schulen-testen-das-digitale-bildungsnetz-bayern.html
Title:
Schulen testen das „Digitale Bildungsnetz Bayern“
Kategorie:
Schulpraxis
Hoher Besuch in der bayerischen Pilotschule in Arnstorf

Schulen testen das „Digitale Bildungsnetz Bayern“

Hoher Besuch in der bayerischen Pilotschule in Arnstorf

Für sechs bayerische Schulen begann das digitale Leben noch einmal neu. Neben der vorhandenen IT-Infrastruktur erhielten sie eine zweite Infrastruktur, die von der Internetanbindung bis zur interaktiven Tafel reicht. Anlass ist das „Digitale Bildungsnetz Bayern“ – eine Initiative des bayerischen IT-Beauftragten Franz Josef Pschierer zusammen mit dem Staatssekretär im Kultusministerium Bernd Siebler und dem Hardwareunternehmen Fujitsu. Bisher war für die Ausstattung der Schulen allein das Kultusministerium zuständig, das gemeinsam mit der  Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen jährlich die „Empfehlungen zur IT-Ausstattung von Schulen“ herausgibt.

Nach Auffassung von Staatssekretär Pschierer gab es an den bayerischen Schulen zu viele „Insellösungen“, eine Standardisierung sollte versucht werden. Und so erhielten Anfang des Jahres  2012 zunächst sechs von acht Pilotschulen für einzelne Klassenräume eine neue Ausstattung mit interaktiven Tafeln und Laptops. Am Sonderpädagogischen Förderzentrum Viechtach wurden beispielsweise zwei Ganztagsklassen mit interaktiven Tafeln und Notebooks ausgestattet, am Gymnasium Veitshöchheim bei Würzburg gibt es zusätzlich 18 Notebook-Plätze und eine interaktive Tafel.

Neben den Endgeräten in den Klassenräumen erhielten die Schulen auch eine neue Internetanbindung und ein neues Netzwerkmanagement. Die sechs Schulen werden nun zentral aus einem Rechenzentrum heraus gesteuert, aus dem auch der Schulserver in der Schule zentral mit den Daten und Programmen versorgt wird, die auf die Endgeräte aufgespielt werden sollen. Der Schulserver übernimmt dann automatisch die Verteilung innerhalb der Schule. Mit dem zentralen System sollen in den kommenden drei Jahren unterschiedliche Softwares und Mediendistributionsmodelle getestet werden. Zurzeit wird durch das Kultusministerium geprüft, welche digitalen Bildungsinhalte über die neue Infrastruktur verteilt werden könnten.

Der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg war es wichtig, ihre bisherigen Erfahrungen einzubringen und ein Netzwerk-Modell zu finden, das auf die Bedürfnisse der Schule abgestimmt ist. Dazu gehört auch, die Lehr- und Lerninhalte der „Virtuellen Berufsoberschule VIBOS“ weiterhin nutzen zu können. Für Schulleiter Gerhard Krug ist klar, dass die Zukunft bei mobilen Endgeräten liegen wird, er wünschte sich daher den Aufbau eines WLANs, in das die Tablet-Computer der Schüler eingebunden werden können. Da neben neuen Geräten vor allem auch ältere, private Schülergeräte im Unterricht genutzt  werden sollen, liegt hierin eine gewisse Herausforderung. An einem WLAN-Konzept, das an der Berufsoberschule die Einbindung aller Tablets und Betriebssysteme ermöglicht, wird nach Aussage des Leiters des Digitalen Bildungsnetzes Bayern, Dr. Andreas Mück, noch gearbeitet.

Am 23. April trifft sich zum ersten Mal der Wirtschaftsbeirat des Digitalen Bildungsnetzes Bayern, in dem rund 30 Unternehmen Mitglied sind. Die offizielle Liste der Mitglieder soll erst zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht werden. Insgesamt stehen für das Projekt 3,8 Millionen Euro zur Verfügung, von denen allerdings auch ein Projektbüro in der Münchner Innenstadt betrieben wird.

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05.04.2012
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Sascha Steuer
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Hoher Besuch in der bayerischen Pilotschule in Arnstorf
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