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Datum:
14.08.2012
Autor:
Thorsten Greb
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/sachsen-anhalt-medienpaedagogische-berater-ab-september-im-einsatz.html
Title:
Sachsen-Anhalt: medienpädagogische Berater ab September im Einsatz
Kategorie:
Schulpraxis
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Sachsen-Anhalt: medienpädagogische Berater ab September im Einsatz

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Mit dem Schuljahresbeginn 2012/2013 werden in Sachsen-Anhalt medienpädagogische Berater die Schulen, Schulträger und Medienzentren rund um das Thema ‚Medienbildung in der Schule‘ unterstützen, das geht aus einem Erlass des Kultusministeriums hervor. Damit wird ein zentraler Bestandteil des Landtagsbeschlusses „Förderung der Medienkompetenz als unverzichtbare Schlüsselqualifikation“ vom September 2010 in die politische Realität umgesetzt. Die medienpädagogischen Berater werden eine Art Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Akteuren auf Kommunal- und Landkreisebene übernehmen und auch über die Grenzen der jeweiligen Gebietskörperschaften hinaus tätig sein.

Berufen werden die medienpädagogischen Berater vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung – kurz LISA. Voraussetzung für die Berufung ist dem Erlass zufolge, dass die Bewerberinnen und Bewerber „über eine Lehrbefähigung für eine in Sachsen-Anhalt zugelassene Schulform verfügen sowie die an einer staatlichen allgemein bildenden oder berufsbildenden Schule in Sachsen-Anhalt unbefristet tätig sind.“

Die Qualifizierungsmaßnahmen werden zentral vom LISA durchgeführt, wobei auf die Erfahrungen anderer Bundesländer (vor allem Niedersachsen) gebaut werde und auch gemeinsame länderübergreifende Angebote vorstellbar seien. Erster Schritt der Qualifizierung sei zunächst, die berufenen medienpädagogischen Berater auf einen einheitlichen Stand zu bringen, denn die individuellen Voraussetzungen und Vorkenntnisse der Bewerberinnen und Bewerber seien durchaus unterschiedlich, heißt es dazu aus dem Fachbereich für Schul- und Unterrichtsentwicklung, der zuständigen Abteilung am LISA. In einem zweiten Schritt werde man Schulungen mit verschiedenen Online-Lernmodulen anbieten, die gemeinsam mit der Hochschule Merseburg entwickelt wurden. Diese Module umfassen laut Aussage des LISA unter anderem Medienrecht, Mediendidaktik und Mediengeschichte. Außerdem folge im Januar 2013 ein dreitägiger Intensivschulungskurs, in dem es sehr wahrscheinlich um Beratungskompetenz und Projektmanagement gehen werde - Hauptfelder der künftigen Tätigkeit der Medienberater/-innen.

Die Aufgabenbereiche der medienpädagogischen Berater umfassen unter anderem die Beratung der bildungsrelevanten Akteure „bei der Planung und Durchführung medienpädagogischer Angebote, bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Medienausstattung, bei der Medienentwicklungsplanung und der Schulprogrammentwicklung sowie bei der Einrichtung und Betreuung von IT-Strukturen“, heißt es im Erlass. Außerdem werden sie mit Fortbildungsveranstaltungen, Lehrgängen und Tagungen an der „medienpädagogischen Qualifizierung“ von Lehrkräften und Angestellten in Kinder-, Jugend- und Sozialeinrichtungen mitwirken. Auch sollen sie die Medienzentren beim Ausbau und der Distribution von Bildungsmedien unterstützen.

Am LISA ist man sich der Aufgabenfülle und der damit einhergehenden Problematik bewusst, die Berater kaum in allen Bereichen gleichermaßen qualifizieren zu können. Daher setze man am LISA auf eine ausgewogene Spezialisierung der medienpädagogischen Berater auf bestimmte Aufgabengebiete wie etwa die digitale Mediendistribution, Medienausstattung, die Beratung bei Medienplanentwicklung oder Schulentwicklung sowie die Medienkulturarbeit. Für die Bewerberinnen und Bewerber bestehe Wahlfreiheit hinsichtlich der Schwerpunktsetzung, sodass persönliche und fachliche Stärken individuell eingebracht werden könnten. Aufgeteilt in drei Regionalgruppen (Nord, Mitte, Süd) sollen so mehrere Beraterteams entstehen, die sich ergänzen, fachlich untereinander austauschen und damit das gesamte Aufgabenspektrum abdecken können.

Wie viele der medienpädagogischen Berater ab September in Sachsen-Anhalt zum Einsatz kommen werden, sei indes noch nicht abschließend geklärt. Es gebe aber ausreichend Bewerberinnen und Bewerber, heißt es aus dem LISA. Für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt solle zum Schuljahresbeginn mindestens eine medianpädagogischen Beraterin bzw. ein medienpädagogischer Berater zur Verfügung stehen.

Der Erlass „Unterstützung der Medienbildung an den Schulen in Sachsen-Anhalt durch medienpädagogische Berater“ des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt ist seit dem 1.

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14.08.2012
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Thorsten Greb
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Sachsen-Anhalt: medienpädagogische Berater ab September im Einsatz
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