Über diesen Artikel
Datum:
18.03.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/netzwerk-zukunftsschulen-nrw-gestartet.html
Title:
Netzwerk "Zukunftsschulen NRW" gestartet
Kategorie:
Schulpraxis
redaktion sven becker

Netzwerk "Zukunftsschulen NRW" gestartet

Zukunftsschulen NRW
© Bolko Bung

In diesen Tagen ist das landesweite schulische Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ gestartet, wie das Ministerium für Schule und Weiterbildung mitteilte. Über 1000 Schulen in Nordrhein-Westfalen sind bereits in verschiedenen Projekten miteinander vernetzt: Als Komm Mit!-Schule, als Gütesiegelschule oder als Schule mit dem Schwerpunkt Hochbegabtenförderung haben sich in den letzten Jahren schon mehr als 15 Prozent aller Schulen in NRW ausgezeichnet. Dies bildet die Grundlage, auf der die Weiterentwicklung der Individuellen Förderung an allen Schulen in NRW weiter unterstützt und Individuelle Förderung als Grundprinzip pädagogischen Handelns verankert werden soll.   

Diese Projekte werden nun im Rahmen von „Zukunftsschulen NRW“ unter einem Dach zusammengeführt. Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßt die Initiative: „So können bereits vernetzte Schulen gemeinsam noch mehr bewegen. Auch Schulen, die bislang noch nicht vernetzt sind, können Anregungen zur gemeinsamen Unterrichts- und Schulentwicklung erhalten. Wenn Lehrerinnen und Lehrer sich austauschen, werden neue Ideen und Ansätze geboren, die helfen, die individuelle Förderung zu verbessern“. So könne die Individuelle Förderung schrittweise in das Zentrum der schulischen Arbeit aller Schulen Nordrhein-Westfalens rücken.

Die Arbeit im Netzwerk steht für alle Schulen offen, die die individuelle Förderung als Lernkultur im Rahmen professioneller Lerngemeinschaften zum pädagogischen Grundprinzip ihrer schulischen Arbeit machen wollen. Der Begriff „professionelle Lerngemeinschaft“ erschöpft sich allerdings nicht darin, dass Lehrkräfte Material miteinander tauschen oder etwa gemeinsam einmal im Schuljahr ein Projekt gestalten. Vielmehr bezeichnet der Terminus „auf der Ebene der Personen eine Grundhaltung und auf der Ebene der Schulgemeinschaft eine Kultur, in der Kooperation Ziel und Methode zugleich ist“, wie im Portal des Netzwerks erläutert wird. Für die Arbeit im Netzwerk liegen verbindliche Rahmenbedingungen vor, die eine Voraussetzung zur Mitarbeit darstellen. Informationen dazu und zur Frage, welche Schritte eine Schule unternehmen muss, um Netzwerkschule zu werden, werden ebenfalls ausführlich im Portal dargestellt. Interessierte können sich überdies einen tieferen Einblick in das Thema verschaffen, um die Entscheidung zu erleichtern; es finden sich ausführliche Materialien, die für die Zusammenarbeit der Schulen im Sinne von Netzwerkimpulsen zusammengestellt worden sind. Hier kann man auch Verweise auf die Schulen finden, die an den bisherigen Initiativen zur Individuellen Förderung bereits erfolgreich teilgenommen haben. Das Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ ist so angelegt, dass die Schulen sich gegenseitig unterstützen können. Die Schulaufsicht und Netzwerkberater der regionalen Lehrerfortbildung begleiten sie dabei. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, sich kontinuierlich in regionalen und landesweiten Fachtagungen mit Kollegen auszutauschen.

Der Schwerpunkt der Individuellen Förderung ergibt sich aus den Notwendigkeiten und den Erfahrungen der Schulpraxis und dem gesetzten Referenzrahmen Schulqualität NRW. Zum Modell der Individuellen Förderung gehört vor allem ein Perspektivwechsel hin zur Schüler- und Fähigkeitsorientierung. Die Beachtung und Nutzung systemischer, wechselseitiger Zusammenhänge und eine systematische Förderung sind weitere wichtige Momente.  In der Praxis werden im Rahmen eines schuleigenen Förderkonzepts die Lernentwicklung des einzelnen Schülers beobachtet und auf dieser Grundlage einvernehmliche und realisierbare Förderpläne entwickelt. Dazu ist außer der professionellen Kooperation insbesondere die Entwicklungsoffenheit der Schulgemeinde eine notwendige Bedingung, damit Individuelle Förderung im Unterricht und im Gesamtsystem gelingen kann. Auch Kompetenzorientierung und Feedback auf allen Ebenen des Unterricht und der Schule sind unabdingbare Elemente Individueller Förderung.

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18.03.2013
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Sven Becker
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Netzwerk "Zukunftsschulen NRW" gestartet
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Schulpraxis
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