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Datum:
13.07.2012
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/medienentwicklung-in-gladbeck-neue-computer-in-allen-schulen.html
Title:
Medienentwicklung in Gladbeck: Neue Computer in allen Schulen
Kategorie:
Schulpraxis
IT im Klassenraum      

Medienentwicklung in Gladbeck: Neue Computer in allen Schulen

IT im Klassenraum
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© digital-lernen.de

Die westfälische Stadt Gladbeck bringt zurzeit ein groß angelegtes, mehrjähriges Projekt zur IT-Ausstattung ihrer Schulen auf den Weg. Schon im kommenden Jahr werden die Schulen im Stadtgebiet zeitgemäß mit digitalen Medien ausgerüstet sein: es kommen neue Computer und neue Konzepte - manche Einzelheiten werden noch diskutiert. In Gladbeck zeigen sich beispielhaft die großen Entwicklungen, die sich an den Schulen im Hinblick auf digitale Medien vollziehen. Es sind dringend notwendige Entwicklungen, wie ein Blick auf die bisherige Situation in Gladbeck offenbart.

Ganze 960 Computer gab es insgesamt an den 27 Gladbecker Schulen. Sie stammten zudem aus verschiedenen Rechnergenerationen. Die meisten von ihnen waren bereits 2002 angeschafft worden – und waren damit inzwischen ‚antik‘, langsam, reparaturanfällig. Die Reparaturen verschlangen Mittel, die dann für Neuanschaffungen fehlten. Von einer einheitlichen Ausstattung und damit einem effizienten Support war man weit entfernt. Selbst innerhalb einzelner Schulen liefen verschiedene Betriebssysteme auf den Computern. Keine der Schulen war vollständig vernetzt, nur in den PC-Räumen und Medienecken.

Der neue Medienentwicklungsplan ändert das nun. Von einer Investition in die Zukunft ist allerdings noch nicht die Rede, eher von einer in die Gegenwart. Deren Dringlichkeit kommt indes im  Konzept zur IT-Ausstattung zum Ausdruck: „Es handelt sich damit um notwendige Ausgaben zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebes.“ Der Wandel tat auch de iure Not. Denn Paragraph 79 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (SchulG) regelt als Aufgabe für den Schulträger, „den Schulen Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten sowie eine an den allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologien orientierte Sachausstattung bereitzustellen“.

Die Abstimmung über den neuen Medienentwicklungsplan verlief deshalb klar, der Schulausschuss nahm ihn einstimmig an. Der Entwicklung und Umsetzung einer gesamtstädtischen Lösung für die IT-Infrastruktur steht nun nichts mehr im Weg. Noch in diesem Jahr geht es los.

Im Verlauf der kommenden fünf Jahre sollen 1,4 Millionen Euro investiert werden. Ziel sei es zunächst, „zum Jahresbeginn 2013 alle städtischen Schulen mit neuer IT-Hardware auszustatten“, sagt Horst-Paul Kröninger vom Amt für Bildung und Erziehung der Stadt Gladbeck. Welche Geräte genau in die Schulen kommen, darüber berate der Arbeitskreis „Informationstechnik an Gladbecker Schulen", der sich aus IT-Vertretern der einzelnen Schulen sowie Mitarbeitern des Schulträgers zusammensetze. „Der Arbeitskreis entstand auf Initiative des Schulträgers und soll einerseits bereits weit im Vorfeld einer Ausstattungsmaßnahme die Mitwirkung der Schulen ermöglichen und andererseits vorhandene Fachkompetenz bündeln.“ Der Arbeitskreis bespricht die Hardware- und Software-Ausstattung sowie die Konfiguration des Netzes. Es ist festgelegt, dass es eine einheitliche Ausstattung an allen städtischen Schulen geben wird - unabhängig von der Schulform. Grundschulen müssen sich also nicht mit  langsamen Computern zufrieden geben, während Gymnasien die schnelleren erhalten. Deshalb stellt der Arbeitskreis einen sogenannten Warenkorb zusammen, der trotz der Einheitlichkeit eine notwendige Wahlfreiheit ermöglicht. So ist die Art der Computer den Schulen freigestellt: es gibt vorerst zwei Ausführungen des Desktop-PCs, außerdem eine Laptop-Konfiguration. Über ein Angebot von Thin-Client-Lösungen wird gegenwärtig noch nachgedacht.

Das gesamte Konzept ruht auf drei Säulen: Erstens sollen alle Schulstandorte innerhalb von fünf Jahren vernetzt werden, beginnend mit den Schulen der Sekundarstufe II, anschließend nach und nach die Sekundarstufe I und der Primarbereich.

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