Über diesen Artikel
Datum:
20.11.2011
Autor:
Sven Trojanowski
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/hamburger-kurt-koerber-gymnasium-setzt-auf-paducation-70-ipads-fuer-die-schueler.html
Title:
Hamburger Kurt Körber Gymnasium setzt auf Paducation – 70 iPads für die Schüler
Kategorie:
Schulpraxis
Am Hamburger Kurt-Körber-Gymnasium lernen 70 Schülerinnen und Schüler mit dem iPad.

Hamburger Kurt Körber Gymnasium setzt auf Paducation – 70 iPads für die Schüler

Am Hamburger Kurt-Körber-Gymnasium lernen 70 Schülerinnen und Schüler mit dem iPad.

Am Hamburger Kurt-Körber-Gymnasium lernen 70 Schülerinnen und Schüler mit dem iPad.

Schiefertafeln gibt es im am Hamburger Kurt Körber Gymnasium schon lange nicht mehr. Moderne Tablet-PCs, in wie Apples iPad2, aber auch noch nicht lange. Doch seit dem neuen Schuljahr 2011/2012 hat die engagierte Schule einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsträchtiges Lernen unternommen: Im Rahmen des Bildungsprojekts „Paducation“ bekamen 70 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse ein iPad zur Verfügung gestellt, mit dem sie nun bis zum Sommer 2013 für ihren Abschluss lernen können.

Der Einsatz digitaler Medien gehört beim Kurt Körber Gymnasium in Hamburg Billstedt schon lange zum guten Ton: Ethernet, ein Laptopwagen mit einem Klassensatz Apple-Rechner und drei portable Netbook-Sätze gehören inzwischen ebenso zum Schulalltag wie der Hochgeschwindigkeits-Glasfaser-Anschluss und ein hochperformantes W-Lan-Netz.

Doch nicht nur Schulleiter und Lehrer sehen bei der Einbeziehung digitaler Medien in den Unterricht großes Gestaltungspotential. Auch Eltern und Schüler stehen den oft schnellen Entwicklungen der digitalen Technik nicht im Wege, schon gar nicht, wenn diese sich an den pädagogischen Zielsetzungen der Schule orientiert. Vielleicht ist dies einer der Gründe, warum im August 2011 vom Projekt „Paducation“ 70 Schüler mit iPads versorgt wurden, mit denen sie nun bis zur Abiturprüfung im Jahr 2013 lernen können – und sollen.

Vorrangige Ziele dieses neuartigen digitalen Lernmodells sind neben der Erprobung der Möglichkeiten und Grenzen im täglichen schulischen Einsatz auch eine Stärkung der Medienkompetenz von Schülern und Lehrkräften sowie eine Optimierung der individuellen und kooperativen Lernprozesse. Darüber hinaus sollen „Möglichkeiten zur Demokratieerziehung und Partizipation durch die Nutzung der sogenannten Web 2.0 Tools“ erforscht werden, was bedeutet, dass die Schüler auch lernen, Social Networks, Wikis oder Weblogs richtig zu nutzen.
 
 Zur Grundausstattung der Schüler-iPads gehören dabei elf kostenfreie Programme: angefangen von der Tagessschau-App, über „Google Earth“, „iTranslate“ und „Wikipanion“ bis hin zu „neu.Notes“ oder „Whiteboard lite“. Kostenpflichtige Apps, derzeit nur „Numbers“, „Keynote“ und „Pages“, werden bisher von der Schule gezahlt. Natürlich sind die Projektteilnehmer angehalten, sich auch selbst nach neuen und nützlichen Apps umzuschauen. Darüber hinaus ist es ein weiteres Ziel. die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem persönlichen Lernwerkzeug und den Bildungs-Apps mit den Möglichkeiten des digitalen Lernens vertraut zu machen, sie zu unterstützen, auch für komplexe Probleme einzeln und im Team multimediale Lösungsansätze zu finden und natürlich Verantwortung zu übernehmen.
 
 Dies geschieht zum Beispiel über die sogenannte 1:1-Lösung. Bei dieser bekommt jeder Schüler ein iPad zur Verfügung gestellt, das er nicht nur im Unterricht, sondern auch privat und Zuhause nutzen kann. Im Gegenzug sind die Schüler aber auch voll für das gut 500 Euro teure Gerät verantwortlich, müssen Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft des Gerätes für jede Unterrichtsstunde selbst sicherstellen. Dies soll, neben dem pädagogischen Ansatz, mit den Apps zu lernen, über die gesamte Projektlaufzeit betrachtet zu einer Stärkung der Medienkompetenz im schulischen und privaten Umfeld führen.
 
 Wissenschaftlich wird das Projekt, das in Zusammenarbeit dem Referat Medienpädagogik des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und dem Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) durchgeführt wird, vom Medienzentrum der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg begleitet. Ralf Appelt, wissenschaftlicher Mitarbeiter, hat auf einer Website erste Möglichkeiten des Einsatzes der neuartigen Arbeitsgeräte im schulischen Einsatz dokumentiert.

1 2  
Über diesen Artikel
Datum:
20.11.2011
Autor:
Sven Trojanowski
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/hamburger-kurt-koerber-gymnasium-setzt-auf-paducation-70-ipads-fuer-die-schueler.html
Title:
Hamburger Kurt Körber Gymnasium setzt auf Paducation – 70 iPads für die Schüler
Kategorie:
Schulpraxis
Am Hamburger Kurt-Körber-Gymnasium lernen 70 Schülerinnen und Schüler mit dem iPad.
Diesen Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Anzeige