Über diesen Artikel
Datum:
03.08.2012
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/die-staatliche-realschule-arnstorf-it-und-medienkompetenz.html
Title:
Die Staatliche Realschule Arnstorf: IT und Medienkompetenz
Kategorie:
Schulpraxis
redaktion sven becker

Die Staatliche Realschule Arnstorf: IT und Medienkompetenz

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© Stefan Schilling, Stefan Schilling

Die Staatliche Realschule Arnstorf in Bayern ist eine Medienreferenzschule, und das zu Recht. Das Fach IT wird hier bereits in der fünften Klasse unterrichtet. Die Schüler haben einen eigenen Zugang zum Schulnetz für alle wichtigen organisatorischen Angelegenheiten: Email, Kalender, Dokumentspeicher. Sie verwalten ihren Account selbstständig und werden „so bereits früh an die zentralen Themen der vernetzten Welt herangeführt“, wie Franz Dippl erzählt, Systembetreuer und Fachschaftsleiter an der Schule, der außerdem das Wahlfach Robotik betreut. Die Themen sind der Schutz persönlicher Daten, der sichere Umgang mit Passwörtern, Urheber- und Persönlichkeitsrecht und insbesondere auch Verhaltensregeln im Netz. Speziell zum Thema Soziale Netzwerke hat Dippl mit zwei anderen Lehrern ein Arbeitsheft entwickelt, das im Klett Verlag erschienen ist: „webcoach Soziale Netzwerke“. Es ist ein digital engagiertes Umfeld, in dem die Schüler in Arnstorf lernen – sie haben Glück.

Das medienpädagogische Konzept der Schule wurde im Lauf des Schuljahres 2009/10 entwickelt und im Rahmen der Qualifizierung zur Medienreferenzschule konkretisiert. Es deckt zentrale Dimensionen der Medienbildung ab. Die Schwerpunkte liegen laut Dippl darin, Medienkompetenz zu steigern, Methodensicherheit zu erarbeiten, Nutzung und Gestaltung diverser Medien für Präsentationen zu erlernen sowie Kenntnisse über Copyright und Urheberrecht zu erlangen.“Das Konzept sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schullaufbahn bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit neuen Medien erlernen und festigen.“ Der Schwierigkeitsgrad ist der jeweiligen Jahrgangsstufe angepasst. Das stellt ein “Modul-Lehrplan”  sicher, der schon seit 2008 umgesetzt wird: Jahrgangsspezifisch wird der Umgang mit diversen Medien und Methoden im Fachunterricht verschiedener Fächer geübt. Jahrgangsübergreifend bauen die einzelnen Module aufeinander auf und werden verbindlich in der jeweiligen Jahrgangsstufe durchgeführt. So sollen die Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn die digitalen Medien kenntnisreich und verantwortungsvoll nutzen können. Das Ziel dieser Medienkompetenz-Förderung fasst der Arnstorfer Bürgermeister Alfons Sittinger zusammen: „Unser Ziel ist die bestmögliche Vorbereitung der Schüler/innen auf das Berufsleben anhand aktueller Hard- und Software.“ Und er fügt hinzu: „Von Unternehmen am Ort wird uns bestätigt, dass unsere Bemühungen Früchte tragen. Die optimale IT-Ausbildung wird als wesentlicher Standortfaktor gesehen.“

Die Arnstorfer Medienpädagogik setzt auf einem technologischen Konzept auf. Sittinger: „Seit Beginn des Schulbetriebs im Jahre 2004 wird das Profil der Schule schwerpunktmäßig in Richtung IT-Ausbildung geprägt. Unser Ziel ist es, die IT-Ausstattung auf einem hohen technischen Stand zu halten. Fast in jedem Klassenzimmer ist ein Beamer installiert. Die EDV-Ausstattung wird regelmäßig nach Vorschlägen der IT-Verantwortlichen an der Schule modernisiert. So wurden bereits heuer sieben Notebooks und 22 PCs im Gesamtwert von über 16 000 Euro beschafft.“ In den nächsten Monaten werden zwei weitere Laptopklassen eingerichtet und einer der Computerräume wird erneuert. 120 PCs und 40 Laptops gibt es momentan an der Schule. Ins Internet kommen die etwa 800 Schüler und 60 Lehrer der Schule über zwei separate Zugänge mit Bandbreiten von jeweils 16 Mbit/s. Verwaltungsnetz und Schülernetz sind im Schulnetzwerk voneinander getrennt. Auf dem Schulserver läuft die Linux-Distribution Ubuntu, das den Dateiserver für das Schülernetz und den Terminal-Server für die Verwaltung bereitstellt. Die Schule nutzt außerdem Virtualisierung mit dem Hypervisor XEN, und die Verteilung der Images auf die einzelnen Schülerrechner läuft über die Open Source-Lösung FOG.

Die immer anspruchsvollere IT-Infrastruktur digital engagierter Schulen erfordert Konzepte für den Betrieb und den Service.

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03.08.2012
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Sven Becker
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