Die Schul-App des Theodor-Fliedner Gymnasiums in Düsseldorf

Theodor-Fliedner Gymnasium
Theodor-Fliedner Gymnasium     

Der Wecker klingelt. Der Schüler dreht sich mit halb geöffneten Augen zum Nachttisch und schaut erst einmal auf sein Smartphone. Vielleicht kann er noch eine halbe Stunde länger schlafen? Das Handy kann es ihm sagen. Denn er ist Schüler am Theodor-Fliedner Gymnasium (TFG) in Düsseldorf, und hier gibt es eine App dafür.  

Mit der App können die Schüler den aktuellen Vertretungsplan abrufen. Aber nicht nur das. Sie bietet auch Informationen über das TFG, einen Lageplan und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Außerdem können die Schüler darüber schnell und unkompliziert in der neuen Caféteria ihr Essen bestellen. Der Förderverein und die Schulstiftung der Ev. Kirche präsentieren sich in der App – mit der Möglichkeit über PayPal zu spenden. Bei der Entwicklung der App wurde auf die Sicherheit und den Datenschutz geachtet, aber auch auf die Usability. Die Anwendung ist passwortgeschützt; das Passwort kann in der App gespeichert werden, so muss man sich nicht jedes Mal neu einloggen – beispielsweise morgens im Bett.  

Aber braucht eine Schule eine App, wenn es doch Jahrzehntelang auch das Schwarze Brett und in den letzten Jahren sogar ein Online-Vertretungsplan getan hat? Günter Meyer, Lehrer und Internetbeauftragter am TFG, erklärt, weshalb die App eine sinnvolle Ergänzung ist: „1300 Schüler besuchen die Schule. Das Fächerangebot und das Angebot an AGs sind breit gefächert. Häufig ergeben sich Änderungen im Vertretungsplan, die möglichst aktuell im Informationssystem abgebildet werden müssen, um unnötige Wege und Frust zu vermeiden und auch die Eltern aktuell zu informieren. Eine App auf dem Handy ist da nun einmal die bessere Lösung.“ Und was ist mit den Schülern, die kein Smartphone besitzen? Die haben nach wie vor den Zugriff auf den Online-Vertretungsplan des TFG. Außerdem verfügt ein immer größerer Teil der Schüler über ein Smartphone. Diese Handys sind im vergangenen Jahr im jugendlichen Mainstream angekommen. Das zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie. Demnach waren es 2010 erst 14 Prozent, 2011 schon 25 Prozent, und 2012 sind es bereits 47 Prozent der Jugendlichen, die ein Smartphone besitzen. Und auch wenn noch die Hälfte der Schüler keinen direkten Vorteil von der App hat – eine Schule kann den Trend zum mobilen Internet durchaus schon einmal aufgreifen und der Entwicklung vorangehen, so wie das TFG es tut.  

Die Idee einer mobilen App für Schüler, Lehrer und die interessierte Öffentlichkeit entstand durch den Förderverein, insbesondere den Vorsitzenden Herrn Icks, die Schatzmeisterin Frau Habedank und Günter Meyer, den Internetbeauftragten. In der Anfangsphase des Vorhabens wurden die Aufgaben gemeinsam mit dem Düsseldorfer Competence-Center für Apps, Appseleration GmbH und der Schulleitung klar verteilt: Die Finanzierung wurde durch den Förderverein gesichert, die Projektleitung und Entwicklung lagen bei Appseleration und die wichtige technische Anbindung der Schule wurde durch Meyer mit Hilfe von Schülern realisiert. So hat beispielsweise Lennart Bader, ein Schüler der Jahrgangsstufe 13, viele technische Notwendigkeiten vor Ort so programmiert, dass sie von der App problemlos und adressatengerecht genutzt werden kann. Die App ist aus seiner Sicht eine gute Erweiterung des Schulangebots: „Von unterwegs schnell mal die wichtigen Termine oder den Vertretungsplan überprüfen war bisher immer recht umständlich.

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Über diesen Artikel
Datum:
15.02.2013
Autor:
Sven Becker
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Die Schul-App des Theodor-Fliedner Gymnasiums in Düsseldorf
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Schulpraxis
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