Über diesen Artikel
Datum:
28.10.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/die-realschule-plus-am-scharlachberg-mit-den-medienkompetenztagen-zum-klicksafe-preis.html
Title:
Die Realschule plus Am Scharlachberg: mit den Medienkompetenztagen zum klicksafe Preis
Kategorie:
Schulpraxis
Realschule plus Am Scharlachberg     

Die Realschule plus Am Scharlachberg: mit den Medienkompetenztagen zum klicksafe Preis

Realschule plus Am Scharlachberg
Realschule plus Am Scharlachberg     
© Realschule plus Am Scharlachberg

Die Realschule plus Am Scharlachberg ist eine integrative Medienkompetenzschule mit Ganztagsschule in Angebotsform. 344 Schüler werden hier von 36 Lehrern unterrichtet. Die Medienbildung wird hier groß geschrieben: für die „Medienkompetenztage“ erhielt sie in diesem Jahr sogar den klicksafe Preis in der Kategorie „Projekte, Maßnahmen und Initiativen“. Es ging um „Chancen und Risiken“ Die Schüler der Klassen acht bis zehn führten Workshops durch, die von Medienexperten geleitet wurden. Sie behandelten ein breites Themenspektrum – vom Verhalten in sozialen Netzwerken über Sicherheit im Internet und Online-Spiele bis hin zum Geocaching.  Zum Abschluss der Medienkompetenztage gestalteten die Schüler einen Elternabend, auf dem sie ihre Ergebnisse präsentierten.

Manuel Hortian ist Lehrer an der Schule und hat die Medienkompetenztage initiiert. Denn eine grundlegende Medienbildung der Schüler ist ihm wichtig. Auch im Unterricht führt die Schule digitale Medien ein. Hervorzuheben ist die Integration der digitalen Tafeln. Die waren schließlich nach der anfänglichen Euphorie in die Kritik geraten: Mit ihnen kehre der Frontalunterricht zurück in die Klassenräume, während sie das gewünschte „selbstentdeckende“ und „selbstgesteuerte Lernen“ verhinderten. Solche Generalisierungen sind indes nur schwer zu belegen, und auch frontaler Unterricht hat seinen berechtigten Platz im Methodenkoffer der Pädagogen – wie bei vielem anderen entscheiden auch hier Maß und Modus über den didaktischen Sinn des Mediums. Die Realschule in Bingen jedenfalls hat die kritischen Punkte in ihrem Vorgehen berücksichtigt. Das fängt an Stellen an, die zunächst trivial klingen. Hortian berichtet von der Erfahrung anderer Schulen, dass die digitalen Tafeln nicht einfach nur als zusätzliches weiteres Präsentationsmedium in die Klassen gestellt werden sollten. Denn dann würden sie nur selten genutzt. „Besser ist es, wenn die digitale Tafel die „altbewährte“ Tafel völlig ersetzt.“ Darüber hinaus zeigt ein Leitfaden auf das, was für ihre gelungene didaktische Integration wichtig sei. Die Stärke liege in den Möglichkeiten der Visualisierung: „Man kann beispielsweise mit flashanimierten Tafelbildern den Aufbau des Herzes kennenlernen oder kurz ein Bild oder Video im Internet aufrufen. Das fesselt die Schüler und motiviert sie dazu aktiv am Unterricht mitzuarbeiten.

So lassen sich Unterrichtseinstiege oder abschließende Ergebnissammlungen sehr gut visualisieren. Auch für anschauliche Vorträge von Lehrern und Schülern sind die digitalen Tafeln bestens geeignet.“ Der zwölfjährige Schüler Dustin ist überzeugt von der neuen Technik: "Der Unterricht mit den digitalen Tafeln ist viel cooler, weil die Tafelbilder nicht mehr so langweilig sind. Auch kann man die Schrift von manchen Lehrern viel besser lesen." Die Interaktivität ist ein weiterer Aspekt: „Vokabeltraining oder Mathespiele an der digitalen Tafel fördern das spielerische Lernen.“ Und schließlich sind da noch die Stärken des Computers: Alles kann gespeichert und jederzeit wieder aufgerufen werden. Die mobilen Geräte der Schüler können mit der digitalen Tafel verbunden werden, so dass sie ihre Projekte vom Platz aus an der Tafel präsentieren können. Hortian berichtet vom Alltag der vernetzten Arbeit: „Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Referate am Computer, suchen die Inhalte und präsentieren diese mit Power Point. Auch der Einsatz von Lernsoftware im Bereich Mathematik wird rege genutzt.“ Besonders im naturwissenschaftlichen Unterricht spielt das Digitale seine Vorteile aus, wie beispielsweise im Biologie-Raum: hier können Versuche mit Hilfe der Kamera für alle Schüler visualisiert und anschließend ausgewertet werden.

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