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Datum:
25.05.2010
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/das-ipad-in-der-schule-spielzeug-oder-werkzeug.html
Title:
Das iPad in der Schule – Spielzeug oder Werkzeug?
Kategorie:
Schulpraxis
gastautoren stift

Das iPad in der Schule – Spielzeug oder Werkzeug?

Im Internet wird bereits heftig darüber gestritten, obwohl es in Deutschland noch gar nicht auf dem Markt ist: „Taugt das iPad für die Schule oder nicht?“ lautet die Fragestellung. Die Meinungen gehen weit auseinander, die einen sehen ganz neue Möglichkeiten, die anderen sehen darin nichts als reine Spielerei. Absolut ungeeignet oder absolut geeignet, dazwischen scheint es nichts zu geben. Gleichzeitig stattet Apple in den USA bereits Schulklassen mit dem iPad aus.

Da es angesichts der bisherigen Verkaufszahlen in den USA wahrscheinlich ist, dass das iPad seinen Siegeszug in Europa fortsetzen wird, sollte die Frage einer Schulnutzung nicht absolut beantwortet werden. Die Frage sollte nicht sein ob, sondern wie das iPad in der Schule genutzt werden kann. So wird schnell klar, dass es für die Nutzung als feste Komponente eines digitalen Klassenzimmers wenig geeignet ist, es können weder USB-Sticks mit Lerninhalten angesteckt werden, noch Power-Point-Präsentationen gestartet, noch bekannte Lernsoftware installiert werden. Allerdings bieten sich Vorteile gegenüber anderen Medien, so beginnen die amerikanischen Schulbuchverlage bereits die Zusammenarbeit mit Softwareunternehmen um ihre Buchinhalte auf das iPad zu können. Anstatt drei Kilogramm Bücher könnten bald 600 Gramm iPad ausreichen. Denkbar ist auch die Entwicklung von neuer Lernsoftware für das iPad, einige Programme laufen bereits auf dem iPhone. Genauso gut könnte das iPad aber auch als schnelle Internetrecherche und zum Dokumentenaustausch während des Unterrichts verwendet werden, lästiges Hochfahren und Einloggen entfällt.

Aber auch für Lehrer kann das iPad ein sinnvolles Instrument werden. So könnten Lehrmaterialien in großer Menge für den Lehrer ständig verfügbar sein. Hörspiele und Kurzfilme könnten jederzeit abgerufen, Dokumente fotografisch zusammengestellt und reproduziert werden. Nach einer Weiterentwicklung des bisher nur für das kleine iPhone nutzbaren „TeacherTool“ wäre das iPad auch ein idealer Träger des elektronischen Lehrerkalenders, Notenbuchs und Kurshefts.

Angesichts der in Deutschland noch immer sehr verhaltenen Nutzung von Computern in der Schule, dürfte vom iPad keine Gefahr ausgehen. Vielmehr wird es Lehrer geben für die das iPad in einer bestimmten Lernumgebung durchaus geeignet ist. Die Frage wird daher nicht sein, ob das iPad nun vollwertige Computer in der Schule ersetzen kann, sondern wie das iPad einen weiteren Beitrag zur fortschreitenden Digitalisierung der Schulen leistet.

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