Über diesen Artikel
Datum:
05.02.2012
Autor:
Sven Trojanowski
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/computer-unterstuetzen-die-integration-behinderter-schueler-in-den-schulalltag.html
Title:
Computer unterstützen die Integration behinderter Schüler
Kategorie:
Schulpraxis
Gutes Lernen an der Stephen-Hawking-Schule     

Computer unterstützen die Integration behinderter Schüler

Gutes Lernen an der Stephen-Hawking-Schule
Gutes Lernen an der Stephen-Hawking-Schule     
© Volker Moessinger, Stephen-Hawking-Schule

Die Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd ist eine Art Bildungstanker; eine staatlich anerkannte Privatschule mit einem breiten Angebot sowohl für körperbehinderte als auch für nicht behinderte Kinder, die nach einem eigenen pädagogischen Konzept arbeitet. Dieses legt nicht nur besonderen Wert auf Ganzheitlichkeit, individuelle Förderung, Integration und soziale Verantwortung, sondern auch darauf, die Schülerinnen und Schüler auf breiter Basis auf dem Gebiet mit den neuen Medien vertraut zu machen. Dabei folgt sie dem Gedanken der „Einen Welt" und dem der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Aus diesem Grund ist die Stephen-Hawking-Schule auch Mitglied im weltweiten Netzwerk der UNESCO-Projektschulen

Schwerpunkt ist die Informationstechnologie

Mehr als 750 Schüler, Körperbehinderte und nicht Körperbehinderte, lernen hier von der Grundschule bis zum Gymnasium gemeinsam in allen zehn Bildungsgängen. Durch den Einsatz spezieller Konzepte kann dieser jedoch auch flexibler gestaltet werden als an einer öffentlichen Schule. Damit ist es möglich, flexibler und vor allem unmittelbarer auf aktuelle Entwicklungen einzugehen und den Schülerinnen und Schülern dabei Kompetenzen zu vermitteln, die das soziale Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler fördern und sie anregen, in globalen Zusammenhängen zu denken.

Ein Beispiel hierfür ist der Schwerpunkt Informationstechnologie. Dieser wird in den Klassenstufen 5 und 6 der kooperativen Mittelstufe, den Klassen 7 – 10 der Werkrealschule, der Realschule und des Gymnasiums im Klassenverband unterrichtet. Auch der IT-Zusatzunterricht wird unter der Bezeichnung „Informationstechnologie“ als Pflichtfach auf allen Zeugnissen der Schülerinnen und Schüler ausgewiesen. Denn um den täglichen Anforderungen der Informationstechnologie gewachsen zu sein, sind Kenntnisse der Medien- und Kommunikationskompetenzen heute besonders wichtig. Aus diesem Grund wurde IT an der SRH Stephen-Hawking-Schule auch als Pflichtfach und fester Bestandteil des Curriculums etabliert.

Lernmodule bauen aufeinander auf

Für den Einsatz von Computern im Fachunterricht haben die Fachlehrerinnen und -lehrer der Stephen-Hawking-Schule ein fachdidaktisches Konzept erarbeitet, das die besonderen Bedürfnisse der Schüler berücksichtigt und für den IT-Zusatzunterricht einen schulartenübergreifenden IT-Lehrplan einsetzt. „Für den IT-Unterricht wurde dafür eigens ein IT-Lehrplan entwickelt“, erklärt Volker Moessinger, Diplom-Handelslehrer und Studiendirektor an der Stephen-Hawking-Schule, Neckargemünd. „Wir unterrichten ‚Informationstechnologie‘ in aufeinander aufbauenden Modulen, die jeweils ein Schulhalbjahr umfassen. Der IT-Zusatzunterricht startet in den Klassenstufen 5 und 6 der kooperativen Mittelstufe, den Klassen 7 – 10 der Werkrealschule, der Realschule sowie des Gymnasiums im Klassenverband. Neben dem IT-Unterricht gibt es in der Wirtschaftsschule, im Wirtschaftsgymnasium und im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium auch Notebookklassen, in denen der Computer auch im jeweiligen Fachunterricht eingesetzt wird.“ Zur Lehr- und fachdidaktische Unterstützung des Unterrichts werden neben den Notebooks auch interaktive Tafeln (Smartboards) eingesetzt, die ebenfalls über das hausinterne LAN angesteuert werden können.

Megabit-Netzwerk und Lernplattform Moodle

Insgesamt stehen den Schülerinnen und Schülern der Stephen-Hawking-Schule zum Lernen zirka 450 stationäre PCs, 50 Laptops  150 Schülerlaptops und ca. 100 digitale Wandtafeln verbunden über ein Gigabit Netzwerk zur Verfügung. Die Schule verfügt über vier Räume für Datenverarbeitung. Diese sind mit Rechnern, einem Beamer, einem Lehrerarbeitsplatz, einem Drucker und einem Scanner sowie zehn bis sechzehn Schülerarbeitsplätzen ausgestattet. In jedem Klassenzimmer steht mindestens ein Computer und insgesamt können die Schüler und Schülerinnen an rund 650 Computern arbeiten. Da die Rechner miteinander vernetzt sind, ist der Zugriff auf private  Daten sowie auf das Internet gewährleistet In der Stephen-Hawking-Schule wird außerdem mit der Lernplattform Moodle gearbeitet, so dass alle Schülerinnen und Schüler auch von Zuhause auf alle Arbeitsblätter und Hausaufgaben zugreifen, sich darüber untereinander austauschen sowie gemeinsam lernen können. Darüber hinaus werden interaktive Arbeitsmaterialien wie Webquests, Hotpotpotatoes, die Nutzung von Onlinewörterbüchern im Internet genutzt.

Um die Integration der digitalen Medien voranzutreiben wurde von Anfang an ein Schwerpunkt auf die interne und externe Kommunikation und auf die Lehrerfortbildung gelegt. Für dieses IT-Profil führte die Schulleitung ein umfassendes Fortbildungsprogramm für die Lehrkräfte durch, das in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wird.

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05.02.2012
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Sven Trojanowski
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Schulpraxis
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