Über diesen Artikel
Datum:
05.12.2011
Autor:
Sven Trojanowski
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/bilinguales-lernen-im-multimedialen-sprachlernzentrum.html
Title:
Bilinguales Lernen im multimedialen Sprachlernzentrum
Kategorie:
Schulpraxis
Schon ab Jahrgangsstufe fünf können Schüler der Elisabethschule Marburg an Computern arbeiten.      

Bilinguales Lernen im multimedialen Sprachlernzentrum

Schon ab Jahrgangsstufe fünf können Schüler der Elisabethschule Marburg an Computern arbeiten.
Schon ab Jahrgangsstufe fünf können Schüler der Elisabethschule Marburg an Computern arbeiten.      
© Elisabethschule Marburg

Mit 1.250 Schülerinnen und Schülern und rund 120 Lehrerinnen und Lehrern ist die Elisabethschule eines der drei großen innerstädtischen Gymnasien der Stadt Marburg. Schon mehrfach stand sie wegen ihres Engagements in der Bildungs- und Medienkonzeptarbeit im Fokus der Öffentlichkeit. Bilingualer Unterricht, Laptopklassen und ein multimedial eingerichtetes Sprachlernzentrum sollen nicht nur die Sprachkompetenz der Schüler fördern, sondern sie auch auf die voranschreitende Globalisierung vorbereiten.

Leitbild der Schule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler gemäß seiner individuellen Fähigkeiten zu fordern, zu fördern, zu erziehen und zu beraten. Um dies zu erreichen, setzen Schulleiter Tobias Meinel und sein Team neben dem Konzept Lehren und Lernen auch auf einen sinnvollen Einsatz digitaler Medien. „Seit vielen Jahren bemühen wir uns um eine pädagogisch sinnvolle Integration der neuen Medien in den Unterricht“, erklärt er und fügt hinzu: „Mit unseren Laptopklassen oder mit dem Einsatz von digitalen Wandtafeln im naturwissenschaftlichen Unterricht haben wir gute Erfahrungen gemacht.“ Denn mit der KL-Software für Mathematik können Funktionen gezeichnet, mit dynamischer Geometrie-Software Geogebra Zusammenhänge verdeutlicht oder mit Tabellenkalkulationen Entwicklungen dargestellt werden. Besonders wichtig ist den Pädagogen, dass die Netbooks dort eingesetzt werden, wo sie inhaltliches Arbeiten im Unterricht sinnvoll unterstützen und vertiefen, denn herkömmliche Lerntechniken sollen nicht verdrängt, sondern sinnvoll ergänzt werden.

Ersten Kontakt zu den Computern bekommen die Schüler in Form von wöchentlichem Projektunterricht schon in der Jahrgangsstufe fünf. Hier werden die ersten Grundlagen gelegt, die Schülerinnen und Schüler mit dem Netzwerk und den Geräten vertraut gemacht. In der Jahrgangsstufe sieben können sich die Schülerinnen und Schüler für die Netbookklasse entscheiden, die sie dann bis zum Eintritt in die gymnasiale Oberstufe besuchen. Die Netbooks der Marken Dell (Inspiron Mini) und Acer (Aspire one D 250D 260) liegen im Preissegment um 250,- bis 300 Euro und werden zum Großteil von den Eltern selbst finanziert. Vereinzelt wird die Anschaffung der Rechner, die im Durchschnitt eine Bildschirmdiagonale von 10 Zoll haben und selten mehr als ein Kilogramm wiegen, mit einem zinslosen Darlehen des Fördervereins unterstützt. „Wir wollen allen Schülern – unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten – die Teilnahme an der Netbookklasse ermöglichen“, erklärt Schulleiter Tobias Meinel. „Mit dem zinslosen Mietkauf können die Kosten auf diese Weise über 30 Monate gestreckt werden.“ Als Betriebssystem wurde auf allen Rechnern die Linux-Distribution Ubuntu installiert.

Natürlich gibt es in der Elisabethschule auch stationäre Computer. „Insgesamt haben wir zwei Computerpools“, berichtet Oberstudienrat Thomas Ritter, IT-Beauftragter der Schule und Lehrer für Informatik, „einen großen Computerraum mit 31 Schülerarbeitsplätzen und einen kleineren, mit 16 Geräten. Für den flexiblen Einsatz außerhalb der Netbookklassen haben wir einen Laptop-Wagen mit 16 Geräten, die bei Bedarf über einen portablen Accesspoint mit dem Internet verbunden werden.“

Die Rechner in den Computerpools sind über eine 100 MBit-Leitung via LAN vernetzt, die Verbindung zum Internet wird über einen DSL-Anschluss der Telekom mit einer Bandbreite von 16 MBit/s-Leitung hergestellt. In der Schule kommen zwei Netzwerkarchitekturen zum Einsatz: Der Großteil des Schulnetzwerkes wird mit Windows betrieben, und zwar unter Verwendung eines Windows Servers 2003 mit der klassischen Server-Client-Architektur. Die Einrichtung, Verwaltung und Administration der Clients und der Nutzer erfolgt auf Grundlage der pädagogisch-technischen Konzeption des in Hessen gebräuchlichen LANiS.

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05.12.2011
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Sven Trojanowski
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Schulpraxis
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