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Datum:
22.12.2010
Autor:
Redaktion
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http://www.digital-lernen.de/nachrichten/schulpraxis/einzelansicht/artikel/aus-der-praxishaus-des-lernens-120-schueler-arbeiten-an-computerarbeitsplaetzen.html
Title:
AUS DER PRAXIS Haus des Lernens - 120 Schüler arbeiten an Computerarbeitsplätzen
Kategorie:
Schulpraxis
Haus des Lernens an der Grund- und Werkrealschule Külsheim     

AUS DER PRAXIS
Haus des Lernens - 120 Schüler arbeiten an Computerarbeitsplätzen

Haus des Lernens an der Grund- und Werkrealschule Külsheim
Haus des Lernens an der Grund- und Werkrealschule Külsheim     
© Werkrealschule Külsheim

Die Pater-Alois-Grimm-Schule in Külsheim ist in vielerlei Hinsicht besonders innovativ. So hat sie das schweizerische Schulmodell „Haus des Lernens“ nun auch in Baden-Württemberg auf die Beine gestellt und damit eine ganz neue Art des Unterrichts eingeführt. Zunächst wurde im Schuljahr 2009/10 in den Klassen 5 und 6 begonnen, das Modell wuchs und wächst dann jährlich in die oberen Klassen hoch. Nach der Festlegung bestimmter Unterrichtsinhalte, Kompetenzen und Lernziele durch die Lehrer, arbeiten die Schülerinnen und Schüler weitgehend selbstständig in sogenannten Lernateliers. Jedes Detail folgt einer Philosophie: Diese neuen Räume haben eine Multimedia-Ausstattung wie aus dem Bilderbuch. Architektur, Farben und Einrichtung eines Raumes haben ganz wesentlichen Einfluss auf das Befinden der Menschen und sind daher bewusst gewählt. In den Lernateliers stehen den Schülern vielfältige Lernhilfen zur Verfügung. Dazu gehören Schulbücher und Arbeitshefte, Lexika und Nachschlagewerke in Buchform, aber auch Computerprogramme. Alle Lernateliers verfügen über Internetanschlüsse. Jeder Schüler, jede Schülerin hat einen eigenen Arbeitsplatz mit Computer. So können die Schüler auf das zugreifen, was ihnen am sinnvollsten erscheint.

Insgesamt ist das Klima der Schule von respektvollem Miteinander, von einer gestalteten Lernumgebung, der Zielorientierung und klaren Leistungsanforderungen geprägt, kein Bestandteil soll vernachlässigt werden. Ein „Meilenstein“ auf dem Weg zur praktischen Verwirklichung dieser Herausforderung war die Begegnung mit dem Schweizer Reformpädagogen Peter Fratton im Schuljahr 2007/08 . Peter Fratton gründete in den 90er Jahren das erste „Haus des Lernens“ in einer Privatschule in Romanshorn am Bodensee. Seitdem wurden in der Schweiz 14 weitere Einrichtungen nach der Reformidee umgebaut.

In Külsheim wurde das Konzept „Haus des Lernens“ im Gesamtelternbeirat besprochen und nach den Wünschen der Eltern nach einem schülerorientierten, qualifizierten und wohnortnahen Bildungsangebot entwickelt und beschlossen. Eine besondere Herausforderung war die finanzielle Unterstützung des Schulträgers (Stadt Külsheim), ohne die eine Realisierung unmöglich gewesen wäre. Insgesamt wurden in 2 Jahren ca. 120 Schülerarbeitsplätze eingerichtet. Allein die Computer kosteten ca. 500 Euro pro Arbeitsplatz. Aber auch die Lehrer mussten fortgebildet werden. So nahmen fast alle Lehrer in den Jahren 2008 - 2010 an Fortbildungen teil. Mittlerweile lernen 120 Schüler nach dem neuen Modell. Im kommenden Schuljahr wird ein weiteres Schulgebäude komplett umgebaut und mit weiteren 64 PC-Arbeitsplätzen ausgestattet werden, welches im September 2011 in Betrieb genommen wird.

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22.12.2010
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