Über diesen Artikel
Datum:
17.01.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/studie-des-bueros-fuer-technikfolgenabschaetzung-gesetzliche-regelungen-fuer-den-zugang-zur-info.html
Title:
Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung: "Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft"
Kategorie:
Netzpolitik
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Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung: "Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft"

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© Büro für Technikfolgen-Abschätzung

Das Internet wuchert, die Zeitung stirbt. Das ist Drohung oder Versprechen – je nach medienkulturellem Paradigma, dem der Leser sich zuordnet. Weniger zugespitzt kann man formulieren: Die mediale Lebenswelt der Gesellschaft ändert sich in diesen Jahren radikal. Zur papiernen Zeitung kommen schnelle mobile digitale Kanäle hinzu, und alles Wissen liegt in unseren Handflächen. Es ist fast schon der „ubiquitäre Cyberspace“, eine wilde Vision aus den neunziger Jahren.

Dieser Wandel wirkt auf die überkommenen Strukturen. Was einst revolutionär war, skizziert heute eher reaktionäre Argumentationslinien. Ein Beispiel mag das Leistungsschutzrecht für Presseverleger sein; der Fisch, der den evolutionären Landgang unbedingt mitmachen will, allerdings unter der Bedingung, dass das Land unter Wasser gesetzt wird. Der jüngere Teil der Gesellschaft zeigt ein anderes Medienverhalten als die Älteren. Das trifft insbesondere auf Schüler zu, auf die eine Welt ohne Internet nahezu altgeschichtlich wirkt und für die digitale Devices und die Kommunikation über das Netz zentrale Sozialisationsbedingungen darstellen, die untrennbar mit ihrer Identität verwoben sind.

Dieser Medienwandel zeigt sich deutlich im Zeitungssterben auf der einen und dem exponentiellen Anstieg der Nachfrage nach Netzkapazitäten auf der anderen Seite. Er ist Gegenstand einer Studie über „Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft“ des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag, deren Ergebnisse auch für den medienpädagogischen Diskurs bemerkenswert sind.

Gestern wurde sie in einem öffentlichen Fachgespräch unter der Leitung der Vorsitzenden des Bildungs- und Forschungsausschusses, Ulla Burchardt, und des Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie, Ernst Hinsken, vorgestellt und mit Mitgliedern des Bundestages und Sachverständigen diskutiert.

Hier werden Ergebnisse des TAB-Berichts thematisiert. Dieser analysiert die Dynamisierungsprozesse, die durch die Digitalisierung traditioneller Medien und die Ausbreitung des Internet eingeleitet wurden. Im Zentrum stand die Frage nach den prinzipiellen Gestaltungsoptionen der Politik im Themenkreis Breitbandinternet, Medienkonvergenz und zunehmender Bedeutung des Internet. Ein weiteres Forschungsinteresse galt die Frage, wie das mit dem Medienwandel verknüpfte Potenzial zur Entfaltung gebracht werden kann, ohne dabei die Grundsätze der Anbieter- und Meinungsvielfalt zu vernachlässigen.

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17.01.2013
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Sven Becker
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