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Datum:
03.09.2010
Autor:
Redaktion
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http://www.digital-lernen.de/nachrichten/netzpolitik/einzelansicht/artikel/daten-daten-daten-google-nimmersatt-will-userverhalten-voraussehen.html
Title:
Daten, Daten, Daten – Google Nimmersatt will Userverhalten voraussehen
Kategorie:
Netzpolitik
gastautoren stift

Daten, Daten, Daten – Google Nimmersatt will Userverhalten voraussehen

Noch diskutiert die Republik hitzköpfig über Google-Streetview da schlängelt sich die googlesche Datenraupe längst weiter - auf der Suche nach neuen bisher privaten Daten. Weitgehend unbemerkt entwickelt Google eine intelligente Maschine mit der sämtliche Texte und Bilder im Internet analysiert und sortiert werden können. Mit Hilfe von Algorithmen werden Muster und Gesetzmäßigkeiten in den Datenmengen erkannt. Bisher konnten auf diese Maschine lediglich große Anbieter wie Amazon zugreifen. So konnte Amazon jedem Nutzer weitere interessante Bücher vorschlagen, die seinem Leseverhalten entsprachen. Bald sollen alle Anbieter die virtuelle Maschine „Google Prediction“ in nur 20 Minuten in ihr Angebot integrieren können. Damit wäre es beispielsweise möglich, dass in der Zukunft nicht mehr alle Spiegelleser die selben Anzeigen sehen wenn sie die neuste Nachricht aufrufen, sondern nur noch die Anzeigen, die dem eigenen Surfverhalten und damit dem Interesse entsprechen. Zugespitzt formuliert könnte man nicht nur die Spams aus den eigenen Emails aussortieren lassen, sondern auch die Emails mit ungehörigem Tonfall.

Hört sich alles praktikabel an, birgt aber enorme Gefahren. Denn anders als das ohnehin von der Straße einsehbare Haus, das nun eben auch bei Google-Streetview online zu sehen sein wird, müssen bei Google Prediction persönliche Daten oder Texte zunächst hochgeladen und gespeichert werden. Die Maschine braucht dies als Anfütterungsmaterial damit sie funktionieren kann. Google Prediction ist nur eine Schnittstelle zwischen dem verwendeten Internetangebot und Google, der Datenriese bleibt also immer involviert. Allerdings entgegnet Google der Kritik, dass das eingespeiste private Datenmaterial nicht weiterverwendet würde, sondern lediglich zur Optimierung der Maschine genutzt wird.

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