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Datum:
06.07.2011
Autor:
Redaktion
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http://www.digital-lernen.de/nachrichten/medienforschung/einzelansicht/artikel/oecd-legt-neue-pisa-auswertung-vor-computerausstattung-in-deutschland-bleibt-schlecht.html
Title:
OECD legt neue PISA-Auswertung vor: Computerausstattung in Deutschland bleibt schlecht
Kategorie:
Medienforschung, Studien
gastautoren stift

OECD legt neue PISA-Auswertung vor: Computerausstattung in Deutschland bleibt schlecht

oecd
© OECD

Nach wie vor hinkt Deutschland bei der Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien international hinterher, so das Ergebnis der aktuellen PISA-Auswertung. Dieses Defizit konnte gegenüber der letzten PISA-Untersuchung von 2005 nicht aufgehoben werden. Während damals nur 23 Prozent der Schüler einen Computer in der Schule nutzen, sind es heute zwar 64,1 Prozent, im OECD-Durschnitt sind es jedoch 71,4 und in Finnland bereits 87,4 Prozent.

In der aktuellen PISA-Untersuchung wurden 470.000 Schüler schriftlich befragt, sie repräsentieren 26 Millionen 15-jährige Schüler in 65 Teilnehmerstaaten der OECD und mit der OECD assoziierten Staaten. 
 
94 Prozent der Schüler in der OECD haben mindestens einen Computer zuhause, 89 Prozent haben einen Internetzugang, in Deutschland sind es bereits 95,8Prozent. Der Internetzugang der soziostrukturell benachteiligten Schüler stieg im OCED-Durchschnitt von 22 Prozent im Jahr 2000 auf 76 Prozent in 2009.

Diesen guten Werten steht jedoch die Computerausstattung in den Schulen gegenüber. Die Computer-Schüler-Relation ist wichtig, da die Häufigkeit der Computernutzung nicht nur, aber eben auch vom Zugang zu einem freien Computer abhängt. Es wurden zwei wesentlichen Daten abgefragt: Computer pro Schüler, geteilt durch Anzahl der 15-Jährigen und Computer pro Schüler geteilt durch alle Schüler der Schule. Die Ergebnisse sind für Deutschland ernüchternd. Bei fast allen Daten liegt Deutschland im hinteren Mittelfeld. So teilen sich in Deutschland elf 15-jährige Schüler einen Computer, im OECD-Durchschnitt sind es 7,7 und beim Spitzenreiter Australien stehen doppelt so viele Computer wie in Deutschland zur Verfügung, also zwei Computer für zehn Schüler. Schlechter als Deutschland sind nur Griechenland, Chile, Spanien und Mexiko

95,8 Prozent der deutschen Schüler nutzen das Internet zuhause, in der Schule nutzen es jedoch nur 63,4 Prozent. In Finnland liegt der Wert mit 88,2 Prozent deutlich höher, im OECD-Durchschnitt sind es immerhin 70,8 Prozent. Die skandinavischen Länder sind hier absolute Spitzenreiter, alle liegen zwischen 88 Prozent und 96 Prozent. In der Schule nutzen die deutschen Schüler das Internet weit weniger als ihre Alterskameraden, so Surfen nur 26,8Prozent der deutschen Schüler im Internet für Schulaufgaben, im OECD-Durchschnitt sind es 15,3 Prozent. Besonders eingeschränkt ist die Möglichkeit Hausaufgaben bereits in der Schule auf einem Computer zu machen, dies nutzen nur 6,7Prozent der deutschen Schüler, während es 18,1Prozent der Schüler im OECD-Durchschnitt sind.

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06.07.2011
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