Über diesen Artikel
Datum:
07.03.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/medienforschung/einzelansicht/artikel/neue-lfm-broschuere-kleine-daten-grosse-wirkung-big-data-einfach-auf-den-punkt-gebracht.html
Title:
Neue LfM-Broschüre: "Kleine Daten, große Wirkung. Big Data einfach auf den Punkt gebracht."
Kategorie:
Medienforschung
redaktion sven becker

Neue LfM-Broschüre: "Kleine Daten, große Wirkung. Big Data einfach auf den Punkt gebracht."

Lf M Logo 4c

Der aktuelle Horizon Report kennzeichnet „Big Data“ als eines der Felder, die in der nahen Zukunft die Bildung wesentlich verändern werden. Big Data? Das sind „all jene Daten, die sich mit herkömmlichen Software-Werkzeugen und Technologien nicht mehr bearbeiten lassen.“ Oder salopp: „Big Data sind alle Datensätze, die sich nicht mehr in eine Excel-Tabelle pressen lassen.“ Eine riesige und rasant anschwellende Datenmenge. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat jetzt eine Broschüre in der Reihe Digitalkompakt zum Thema herausgegeben: „Kleine Daten, große Wirkung. Big Data einfach auf den Punkt gebracht.“. Darin werden die grundlegenden Informationen, Hintergründe und Perspektiven dargestellt und die verschiedenen Facetten, die Chancen und Risiken von „Big Data“ beleuchtet.

Big Data lässt sich anhand von drei Aspekten beschreiben. Im Fachjargon sind sie als die „drei Vs“ bekannt: „Volume“ ist die Datenmenge, „Velocity“ die Geschwindigkeit und „Variety“ die Vielfalt. Das Phänomen „Big Data“ lässt sich nur erfassen, indem man alle drei Dimensionen betrachtet. Gemeinsam bilden sie ein viertes „V“: „Value“, den Wert – der ist durchaus monetär geprägt, weniger als Erkenntniswert.

Gemeint sind mit Big Data keineswegs nur binäre Informationen wie die Messdaten eines Schalters am Fließband oder eines Strichcodes auf einem Paket. Es sind auch Meinungen, Urteile, Klatsch und Tratsch, ebenso Bilder und Tondateien. Weiter noch: finanzielle Transaktionen, Standortdaten, biometrische Daten und Vitaldaten vom Fitness-Studio bis zum Krankenhaus. Und es werden immer mehr. Man kann hochrechnen, dass der Mensch vom Beginn der Zeitrechnung bis zum Jahr 2003 rund fünf Milliarden Gigabyte an Daten erzeugt hat. Das Internet, immer schnellere und tragbare Computer und immer günstigerer Speicher begünstigen, dass wir noch mehr Daten aufbewahren. Im Jahr 2011 sammelte sich laut Broschüre „dieselbe Datenmenge – 4,7 Exabyte – bereits alle 48 Stunden an. Wenn sich der Trend so fortsetzt, und alles sieht danach aus, wird es 2013 nur noch zehn Minuten dauern, bis diese Datenmenge anfällt.“

Die Masse der Daten ist im Rohzustand erst einmal formlos – also noch nicht informiert. Die Technologien, die unter Big Data gefasst sind, sollen „das Chaos kanalisieren, Sinn stiften, Fragen beantworten und letztlich Verbrauchern, Unternehmen und Behörden

bei der Entscheidungsfindung helfen.“ Es geht darum, die Masse der Daten intelligent zu systematisieren und dadurch nützlich zu machen – unter anderem auch für das, was man gegenwärtig unter Bildung versteht. Die Broschüre geht den einschlägigen Fragen nach: „Wie fügen sich viele kleine Datenpunkte zum großen Ganzen? Wie lassen sich aus Unmengen an Daten Informationen und vor allem Bedeutung destillieren? Wie wird „Big Data“ Gesellschaft und Volkswirtschaft verändern? Und welche Herausforderungen und Gefahren bringt der Wandel zur datengetriebenen Gesellschaft für das Leben jedes Nutzers mit sich?“

Schon jetzt übt „Big Data“ einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsleben aus und macht es zu einem „endlosen Feedback-Kreislauf“. Daten sind ein neuer Produktionsfaktor, der ebenbürtig neben den traditionellen, Kapital, Ressourcen und Arbeitskraft, steht. Ein bekanntes Beispiel ist der Hochfrequenzhandel an den Finanzmärkten. Ein weiteres liefert die Firma Xerox: „der einstige Pionier bei Kopiergeräten vertraut einem Algorithmus, um die besten Bewerber für die fast 50 000 Stellen in seinen Call Centern auszusieben. Die Software fand heraus, dass die Personalabteilung nicht nach der Erfahrung  fragen sollte, sondern nur nach dem Charakter des Kandidaten.

1 2  
Über diesen Artikel
Datum:
07.03.2013
Autor:
Sven Becker
Aktionen:
Drucken
URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/medienforschung/einzelansicht/artikel/neue-lfm-broschuere-kleine-daten-grosse-wirkung-big-data-einfach-auf-den-punkt-gebracht.html
Title:
Neue LfM-Broschüre: "Kleine Daten, große Wirkung. Big Data einfach auf den Punkt gebracht."
Kategorie:
Medienforschung
redaktion sven becker
Diesen Artikel teilen