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Datum:
02.09.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/medienforschung/einzelansicht/artikel/l3t-20-jetzt-online.html
Title:
L3T 2.0 jetzt online
Kategorie:
Medienforschung
redaktion sven becker

L3T 2.0 jetzt online

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© L3T

268 Freiwillige haben in der kurzen Zeit vom 20. bis zum 28. August das OER-Lehrbuch L3T komplett aktualisiert und die Neuauflage herausgebracht. Alle 50 Kapitel wurden überarbeitet und neun neue Kapitel kamen dazu: L3T 2.0 ist jetzt online. Schweißtreibend war es, und spannend.  

Die beiden Herausgeber Sandra Schön und Martin Ebner wollten es so. Aber sich nur sieben Tage Zeit zu geben, ist dann doch sehr ambitioniert. Warum so schnell, Herr Ebner? „Wir haben sieben Tage deswegen gewählt, weil wir etwas Innovatives probieren wollten. Also die Frage war genau, schaffen wir es in Echtzeit so zu kollaborieren, dass dieses Buch in einer derart kurzen Zeit von einer großen Community umgesetzt werden kann.“ 

Am 28. August fand die Veröffentlichung im Rahmen einer Veranstaltung der TU Graz statt, die live ins Netz gestreamt wurde. Es gab viel zu berichten – über Zeitdruck, über die Organisation und Koordination von über 260 Teilnehmern. Sandra Schön resümiert: „Zusammenfassend können wir sagen, dass wir überwältigt sind von der Begeisterung die in Summe 268 Mitwirkende in das Projekt eingebracht haben und völlig selbstlos mitgemacht haben. Wir bedanken uns gerne nochmals für dieses Engagement in freie Bildungsressourcen. Auch wenn es zeitlich sehr knapp bemessen war und wir auch schwierige Entscheidungen treffen mussten, haben alle an einem Seil gezogen und nur das Endziel vor Augen gehabt.“ 200 Autoren und Reviewer haben mitgemacht, darunter viele Fachleute aus dem medienpädagogischen Diskurs: Rolf Schulmeister schreibt zum Hypertext,  Gabi Reinmann über didaktisches Handeln, Mandy Schiefner-Rohs über Medienpädagogik, und viele andere über die wichtigsten Themen des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien. Dazu kamen viele Ehrenamtliche, die in den sieben Tagen viele Überstunden gemacht und den Erfolg des Projekts dadurch ermöglicht haben.

Während der Woche fanden acht begleitende L3T-Camps in Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland und Österreich statt. Sie waren die Kommunikations- und Koordinationsknoten, die der Kooperation und dem Austausch der Teilnehmer untereinander dienten. Lektorieren, Reviewen, Layouten – alles verdichtet in der kurzen Zeit, und alles Camp-intern, Camp-übergreifend und alles sowieso online umgesetzt. Es gab sogar eine öffentliche Live-Schaltung, die während der ganzen Zeit Einblick in die Camps gewährte. In einem Blog wurden alle Aktivitäten dokumentiert, beispielsweise der Status der Kapitelüberarbeitung. Die Informationen können dort weiterhin abgerufen werden. Außerdem richtete das Projekt einen YouTube Channel ein - L3T TV -, und berichtete darüber täglich über das Projekt. Auch Twitter wurde mit Neuigkeiten und Eindrücken gefüttert.

Eine rasante Woche also: Doch so anstrengend es auch zwischendurch gewesen sein mag - der Community-Gedanke blieb immer im Vordergrund, so wie es eine mit dem Web 2.0 verknüpfte Hoffnung beschrieb und was selten genug tatsächlich vorkommt.

Die Neuauflage weist 59 Kapitel auf. Das Buch ist nun kostenfrei und offen online zugänglich. „L3T ist nach den 7 Tagen als klassisches Buch und als pdf frei zugänglich online. Es ist aber vorgesehen, dass wir in nächster Zeit auch noch ePub-Versionen anbieten. Das Endziel ist eine freie Bildungsressource für alle Endgeräte zur Verfügung zu stellen.“ Die Idee, die das Projekt L3T leitet, schließt ein hohes Maß an Freiheit ein: Die frei zugänglichen und modifizierbaren Ressourcen können verbreitet und auch geremixt weitergegeben werden.

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02.09.2013
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Sven Becker
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