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Datum:
14.02.2011
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/was-sind-digital-natives-machen-computerspiele-gewalttaetig-ist-medienkompetenz-eine-chimaer.html
Title:
Was sind „Digital Natives“, machen Computerspiele gewalttätig, ist Medienkompetenz eine Chimäre oder Universalkompetenz?
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Was sind „Digital Natives“, machen Computerspiele gewalttätig, ist Medienkompetenz eine Chimäre oder Universalkompetenz?

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© Bundeszentrale für politische Bildung, Presseraum

Was sind „Digital Natives“, machen Computerspiele gewalttätig, ist Medienkompetenz eine Chimäre oder Universalkompetenz? Diese und weitere Fragen besprechen renommierte Wissenschaftler in der neuen Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte“ zum Thema „Jugend und Medien“.

In einem Streitgespräch diskutieren der Erziehungswissenschaftler Stefan Aufenanger und der Kriminologe Christian Pfeiffer über die Frage ob gewalthaltige Spiele Jugendliche gewalttätig machen. Nach Auffassung von Christian Pfeiffer wird niemand zum Amokläufer, weil er ein brutales Computerspiel gespielt hat. Es sei vielmehr so, dass das Spielen von gewalthaltigen Spielen bei Gefährdeten, die ohnehin schon auf dem Weg Richtung Gewalt sind, das Risiko, dass sie tatsächlich gewalttätig werden erhöht. Pfeiffer: „Es führt zu Empathieverlusten, es desensibilisiert, es erhöht das Risiko, das zeigen Längsschnittstudien. Es gibt einen eindeutigen Verstärkungseffekt.“ Stefan Aufenanger stellt klar,, dass es sich hierbei nicht um eine Kausalität handele: „Es gibt da in den USA eine Auseinandersetzung zwischen zwei Arbeitsgruppen, die in Metaanalysen versuchen, nachzuweisen, dass es einen hohen Effekt gibt oder eben schwache Effekte. Das ist ein methodischer Konflikt über die richtige Auswahl der Studien, aber der Trend ist: Je komplexer das Design ist, je vielfältiger die Faktoren, die man berücksichtigt, desto niedriger sind die Signifikanzen. Wenn man auf wenige Faktoren reduziert, bekommt man höhere Signifikanzen. Herr Pfeiffer, Sie sind da in der Vergangenheit vielleicht missverstanden worden bei der Frage der Kausalität“.

Der Veränderung des Nutzungsverhaltens gehen Uwe Hasebrink und Claudia Lampert nach. Das Internet ist in den letzten drei bis vier Jahren von einem Informationsportal zu einem Kommunikationsportal geworden, in dem es den meisten Jugendlichen vor allem darum geht, sich mit ihren Freunden zu vernetzen. So schreiben 65 Prozent ihren Freunden Nachrichten und 56 Prozent wollen in den Profilen anderer Nutzer stöbern. Dabei machen viele Jugendliche aber auch negative Erfahrungen: „Der aktuellen „JIM-Studie“ zufolge hatten schon mehr Jugendliche negative Erfahrungen im Internet: So gaben jeweils 15 Prozent der befragten 12- bis 19-Jährigen an, dass schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos oder falsche oder beleidigende Informationen über sie im Internet verbreitet worden seien. In der Studie „Heranwachsen mit dem Social Web“ gaben sogar 28 Prozent der 12- bis 24-Jährigen an, dass sie im Internet schon einmal belästigt worden seien.“

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14.02.2011
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