Über diesen Artikel
Datum:
14.01.2013
Autor:
Sven Becker
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/selbst-bewusst-tipps-fuer-den-persoenlichen-datenschutz-bei-facebook.html
Title:
„selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“
Kategorie:
Jugendmedienschutz
redaktion sven becker

„selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“

facebook
© facebook Pressroom

81 Prozent aller 12- bis 19-jährigen haben einen Facebook-Account. Doch nicht alle von ihnen sind sich der Datenschutz-Probleme bewusst, die mit dem Social Network verbunden sind. Die Broschüre „selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“ will darüber aufklären. Sie umfasst 14 Tipps und kleinschrittige Handlungsanweisungen, die die möglichen Gefahren und Datenschutzrisiken bei der Facebook-Nutzung verringern sollen. Veröffentlicht wurde die Broschüre von Prof. Dr. Johannes Caspar, dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI). 

Wir stellen hier diese nützlichen Tipps kurz vor und empfehlen unseren Lesern, sich die Broschüre herunterzuladen, in der sie auch die genauen Anleitungen finden.

Tipp 1: Das Recht auf die Benutzung von Pseudonymen oder Nicknames ist gesetzlich festgeschrieben. Wer also nicht gefunden werden will, kann seinen Namen verschleiern.

Tipp 2: Facebook kann automatisch neue Freunde finden, indem es beispielsweise das Postfach des Nutzers durchsucht. Doch nicht jeder will mit einer Facebook-Anfrage behelligt werden oder auch ein Facebook-Freund sein – Freunde sollte man also lieber individuell hinzufügen.

Tipp 3: Wichtig ist die Privatsphären-Einstellung. Sie regelt unter anderem, wer welche Nachrichten sehen kann: Nur Freunde? Oder auch die Freunde von Freunden? Laut der Broschüre können das weit über 10 000 Menschen sein.

Tipp 4: Wer nicht will, dass das eigene Profil über eine Suchmaschine gefunden werden will, kann die Möglichkeit der öffentlichen Suche ausschließen.

Tipp 5: Die sogenannten „Apps“ greifen auf die persönlichen Daten zu - auch wenn nicht wir selbst sie nutzen, sondern nur ein Freund von uns. Dies kann man in den Einstellungen unterbinden.

Tipp 6: Facebook kann die eigenen Daten für Werbeanzeigen zu verwenden. Die Erlaubnis dazu kann man ebenfalls entziehen.

Tipp 7: Beim Umgang mit den persönlichen Daten Dritter ist Sensibilität angebracht: Wer Fotos oder Videos auf Facebook veröffentlicht, sollte zuvor nachfragen, ob die darauf abgebildeten Personen damit einverstanden sind.

Tipp 8: Mit der „Chronik“ bzw. „Timeline“ stellt Facebook das Profil der Nutzer in einer Art Biografie dar. Man kann durch die Vergangenheit eines anderen Nutzers scrollen und daraus bestimmte Rückschlüsse ziehen. Wem das unangenehm ist, der sollte hin und wieder sein Profil aufräumen.  

Tipp 9: Facebook sollte nur über verschlüsselte Netzwerkverbindungen genutzt werden. Dazu muss lediglich an der richtigen Stelle ein Häkchen gesetzt werden.

Tipp 10: Für jeden Beitrag bei Facebook sollte man festlegen, für wen er sichtbar ist. Vor allem Einladungen zu Partys sollten nur an erwünschte Gäste gerichtet werden. Wird eine Veranstaltung als „öffentlich“ markiert, ist die Verbreitung des Termins nicht mehr zu kontrollieren.

Tipp 11: Cookies können in Verbindung mit dem „Gefällt mir“-Button die Mitglieder auf entsprechenden Webseiten verfolgen und das Surfverhalten außerhalb Facebooks nachhalten. Den besten Schutz davor bietet das regelmäßige Löschen der Cookies im Browser.

Tipp 12: Facebook bietet die Möglichkeit, eine Kopie des eigenen Profils herunterzuladen. Beispielsweise sind dort die Nutzungshäufigkeit und IP-Adressen aufgeführt. Facebook nutzt und analysiert diese Informationen, um ein immer umfangreicher werdendes Persönlichkeitsprofil zu jedem Mitglied aufzubauen.

Tipp 13: Wenn die eigene Identität missbraucht wird, ist es wichtig, schnell und richtig zu reagieren: Das betreffende Profil sollte Facebook umgehend zur Löschung gemeldet werden.

Tipp 14: Unter den „Kontoeinstellungen“ kann man seinen Facebook-Account zwar deaktivieren. Das Profil wird so allerdings nur stillgelegt und alle Daten bleiben erhalten. Wer seinen Account endgültig löschen will, muss eine spezielle Kündigungsseite aufsuchen: https://www.facebook.com/help/delete_account

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14.01.2013
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Sven Becker
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„selbst & bewusst – Tipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook“
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