Über diesen Artikel
Datum:
01.07.2010
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/neue-studie-zur-mediennutzung-junger-menschen-mit-migrationshintergrund.html
Title:
Neue Studie zur Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Neue Studie zur Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund

Nach einer repräsentativen Studie, die im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) durchgeführt wurde, nutzen junge Migranten nur etwas seltener Medien als deutsche Jugendliche. Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, ob spezielle Maßnahmen zur gezielten Medienkompetenzvermittlung für die Zielgruppe junger Migranten angestrebt werden sollten.

Die Studie beleuchtet zu Beginn den wissenschaftlichen Hintergrund und aktuellen Forschungsstand zur sozialen Integration und Medienkompetenz von jungen Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Unter Berücksichtigung bestehender Studien standen bei der eigenen Erhebung Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 29 Jahren mit türkischem und russischem Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen im Fokus. Die auf empirischer Grundlage erhobenen repräsentativen Ergebnisse wurden im Kontext der Integrationsproblematik analysiert. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass nicht nur migrationsspezifische Faktoren auf das Medienhandeln der Befragten Einfluss nehmen, sondern dass auch ihre Bildung, das Geschlecht und ihr soziales Milieu eine Rolle spielen.

„Im Vergleich der beiden ethnischen Gruppen zeigen sich durchgängig etwas höhere Werte für die Nutzung digitaler Hardware und der multimedialen Dienste in der türkischstämmigen Population. Die befragten Aussiedler zeigten sich hier im Durchschnitt etwas zurückhaltender im Umgang mit den neuen Kommunikationsmedien. Insgesamt gesehen, und vor dem Hintergrund der Korrelationsanalysen, muss man aber konstatieren, dass die Nutzung der Funktionsmedien in beiden Populationen offensichtlich stärker mit dem soziodemografischen Profil der Befragten und insbesondere mit der formalen Bildung zusammenhängt als mit der sozialen Integration der Befragten. Es zeigte sich vergleichsweise deutlich: Je höher das Bildungsniveau, desto höher die Affinität zu den Funktionsmedien, je jünger die Befragten, desto eher nutzen sie Computerspiele, und männliche Befragte aus der Population der Aussiedler sind häufiger am PC oder im Internet beschäftigt als ihre weiblichen Altersgenossen“, so die Studie.

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Neue Studie zur Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund
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Jugendmedienschutz
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