Über diesen Artikel
Datum:
21.02.2011
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/neue-kim-studie-zwei-drittel-der-eltern-wollen-einen-wirksamen-internetfilter.html
Title:
Neue KIM-Studie: Zwei Drittel der Eltern wollen einen wirksamen Internetfilter
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Neue KIM-Studie: Zwei Drittel der Eltern wollen einen wirksamen Internetfilter

mutter mit kind
© Pro777, dreamstine.de

Online zu sein ist für viele Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren alltäglich. Über die Hälfte der Kinder geht zumindest selten ins Internet, allerdings ist ein Großteil der Eltern der Meinung, dass das Internet für Kinder viele Gefahren birgt und sie dort mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden. Knapp zwei Drittel der Eltern befürworten deshalb auch technische Hilfsmittel und meinen „Kinder sollten nur mit einem Filteroder Schutzprogramm surfen“. Diese Ansicht wird jedoch selten im Alltag umgesetzt: Nur 14 Prozent der Eltern haben tatsächlich eine Kindersicherung auf dem Familiencomputer installiert. 41 Prozent lassen nach eigenen Angaben ihr Kind ohne Aufsicht im Internet surfen. Dies sind vorab erste Ergebnisse der KIM-Studie 2010, die Ende Februar veröffentlicht wird.

Insgesamt gehen 43 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen zumindest einmal pro Woche ins Internet. Dabei machen einige von ihnen auch unerwünschte Erfahrungen. 16 Prozent haben im Internet bereits Inhalte gesehen, die ihrer Meinung nach für Kinder ungeeignet waren. Acht Prozent berichten, dass sie mit Dingen konfrontiert wurden, die ihnen unangenehm waren und drei Prozent sind auf Seiten gekommen, die ihnen Angst gemacht haben.

Immer mehr Eltern wird klar, dass ihre Kinder im Internet zunehmend Gefahren wie Pornografie und Gewaltdarstellungen ausgesetzt sind, vor denen Eltern sie in der realen Welt schützen. Doch fehlt vielen Eltern das Wissen über wirksame Filterprogramme, oft wird nicht einmal der mitgelieferte Filter des Betriebssystems aktiviert. Tatsächlich gibt es große Unterschiede bezüglich der Wirksamkeit von Filtern. Während Umsonstlösungen auf statische Listen von Internetseiten zurückgreifen, werden wirksame Filtersysteme täglich automatisch aktualisiert. Sie können mithilfe einer automatischen Bild- und Texterkennung Millionen von Seiten durchsuchen und damit die tausenden, täglich neu ins Netz gestellten, Seiten checken. Häufig werden Eltern jedoch durch politische Aussagen verunsichert, nach denen kein Filterprogramm einen hundertprozentigen Schutz bietet. Angesichts der täglich neu eröffneten Seiten ist dies jedoch eine unrealistische Messlatte. Realistischer wäre es auf automatische Filter hinzuweisen, die immerhin über 95% der gefährlichen Inhalte blockieren. Gleichzeitig müssen Eltern immer ihrer Verantwortung nachkommen und auf ihre auf Kinder aufpassen. Eine Liste unterschiedlicher Filterprogramme finden Sie hier.

Für die KIM-Studie 2010 wurden ca. 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2010 zu Ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Die KIM-Studie 2010 wird im Rahmen der didacta, Europas größter Bildungsmesse in Stuttgart vorgestellt. Dort präsentiert sich der mpfs vom 22.02. – 26.02.2011 in Halle 9 (Stand Nr. 9A51).

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21.02.2011
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Neue KIM-Studie: Zwei Drittel der Eltern wollen einen wirksamen Internetfilter
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