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Datum:
31.01.2011
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/jeder-dritte-jugendliche-hat-negative-erfahrungen-im-internet-gemacht-neue-bitkom-studie-veroeffen.html
Title:
Jeder dritte Jugendliche hat negative Erfahrungen im Internet gemacht - Neue BITKOM Studie veröffentlicht
Kategorie:
Jugendmedienschutz
Internetaktivitäten von Kindern und Jugendlichen     

Jeder dritte Jugendliche hat negative Erfahrungen im Internet gemacht - Neue BITKOM Studie veröffentlicht

Internetaktivitäten von Kindern und Jugendlichen
Internetaktivitäten von Kindern und Jugendlichen     
© Bitkom

Jugendliche sind die am besten vernetzte Altersgruppe: 98 Prozent der 10- bis 18-Jährigen nutzen das Internet, hat eine Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Selbst jüngere Teenager von 10 bis 12 Jahren sind zu 96 Prozent online. Fast alle Zehnjährigen bewegen sich regelmäßig im Internet. Mit 13 Jahren sind die meisten täglich online. Zwar überwiegen positive Online-Erfahrungen, doch jeder dritte Jugendliche hat auch Negatives erlebt.

Das Internet wird von 10- bis 18-Jährigen in drei Bereichen besonders intensiv genutzt: Zur Suche von Informationen, für Multimedia wie Filme und Musik und zur Kommunikation vor allem mit Freunden (siehe Grafik). Bemerkenswert: Drei Viertel (76 Prozent) der jungen Nutzer suchen Informationen für Schule oder Ausbildung im Netz. 64 Prozent haben nach eigenen Angaben so ihr Wissen verbessert, 38 Prozent ihre Leistungen in Schule oder Ausbildung. Scheer: „Das Web ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bildungspolitik und sollte in Schulen stärker genutzt werden.“

Fast schon selbstverständlich ist für Teenager die Mitgliedschaft in Internet-Gemeinschaften. 77 Prozent sind in „Communitys“ angemeldet, 74 Prozent nutzen sie aktiv. Es gibt Unterschiede nach Altersgruppen: So sind 93 Prozent der 16- bis 18-Jährigen in den Netzwerken aktiv, aber nur 42 Prozent der 10- bis 12-Jährigen. SchülerVZ liegt insgesamt vor Facebook. Teenager haben in ihrer jeweils meistgenutzten Community im Durchschnitt 133 Kontakte, davon 34 „gute Freunde“. „Gerade in Communitys sollten junge Nutzer vorsichtig mit privaten Daten umgehen und bewusst entscheiden, wer welche Infos und Fotos sehen darf“, sagt BITKOM-Präsident Scheer. Drei von vier Teenagern beschränken die Sichtbarkeit persönlicher Daten auf ihre Freunde. „Etwa jeder Vierte nutzt die Datenschutz-Möglichkeiten noch nicht ausreichend“, so Scheer. „Hier ist weiter Aufklärung nötig.“

Mädchen kommunizieren intensiver als Jungen. Das gilt nicht nur für Internet-Communitys, die von 82 Prozent der Mädchen aktiv genutzt werden, gegenüber 64 Prozent bei Jungen. Ähnlich große Unterschiede gibt es bei anderen Kommunikationskanälen – von Festnetz-Anrufen über SMS und Chats bis zu Handygesprächen. Nur Sofortnachrichten im Web, so genannte Instant Messages, werden etwas häufiger von Jungen genutzt. „Das Internet ist keine Domäne der Jungs. Mädchen erobern die Social Communitys“, betont BITKOM-Präsident Scheer.

Scheer: „Zwar überwiegen positive Erfahrungen im Internet, doch es gibt auch Schattenseiten – wie in der analogen Welt.“ 18 Prozent der jungen Surfer wurden schon einmal beleidigt oder belästigt. Das betrifft ältere Teenager, die das Web intensiver nutzen, häufiger als Kinder. „Im Internet wirken Belästigungen oft stärker, weil sie sichtbar bleiben“, so Scheer. Deshalb seien Hilfsangebote wichtig.

Die ITK-Branche unterstützt Initiativen zum Schutz von Jugendlichen wie den Verhaltenskodex Web 2.0 der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM). Führende deutsche Internet-Firmen sorgen dafür, dass persönliche Daten von Kindern nur für deren Freunde sichtbar sind. Plattformen wie SchülerVZ bieten auch deutlich sichtbare Beschwerde-Möglichkeiten, falls ein Kind belästigt wird. Auch die Initiative „Watch your Web“, bei der Jugendliche über den Umgang mit persönlichen Daten aufgeklärt werden, wird vom BITKOM unterstützt.

Die BITKOM-Untersuchung hat gezeigt, dass sich Kinder und Jugendliche Schutz wünschen. So fordern 58 Prozent der 10- bis 18-Jährigen von der Politik, dass ihre Daten besser geschützt werden. 40 Prozent wollen mehr Schutz vor Belästigungen, 36 Prozent vor sexueller Anmache.

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31.01.2011
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