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Datum:
01.09.2011
Autor:
Redaktion
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http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/internetwirtschaft-will-verbraucherschutz-in-die-hand-nehmen-ein-jahr-nach-dem-geodatengipfel-rich.html
Title:
Internetwirtschaft will Verbraucherschutz in die Hand nehmen - Ein Jahr nach dem Geodatengipfel richten Unternehmen einen Verein zur Selbstregulierung ein
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Internetwirtschaft will Verbraucherschutz in die Hand nehmen - Ein Jahr nach dem Geodatengipfel richten Unternehmen einen Verein zur Selbstregulierung ein

streetview car
© tina0361, pixelio.de

Die Internetwirtschaft hat den Verein „Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V.“ gegründet. Er wird in einem ersten Schritt eine zentrale Informations- und Widerspruchswebseite für Geodatendienste sowie die entsprechende telefonische Beratungsstelle betreiben. Vor einem Jahr hatte es noch Krach gegeben. Ausgelöst durch den Dienst Google-Streetview forderten damals viele Bürger und Politiker bessere gesetzliche Regelungen, um gegen die Veröffentlichung von Geodaten wie Straßenzügen und Häusern im Internet vorzugehen.

Der damalige Bundesinnenminister de Maizière setzte statt auf eine gesetzliche Regelung auf eine Strategie der Selbstverpflichtung von Unternehmen und Internetwirtschaft. Unter Federführung des Branchenverbandes BITKOM erarbeiteten die Unternehmen daraufhin einen Geodaten-Kodex, der im Februar 2011 dem Bundesinnenminister überreicht wurde. Nun geht es um die Umsetzung, BITKOM, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Encourage Directories, Google, Microsoft, Nokia und Panolife haben die Organisation zur Umsetzung von Selbstverpflichtungen ins Leben gerufen. Hierzu wurde ein Trägerverein gegründet.

Zum Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins wurde der Sonderbeauftragte und Senior Vice President der Deutschen Post AG, Harald Lemke, gewählt. Lemke betonte die Notwendigkeit der freiwilligen Selbstregulierung im Hightech-Sektor: „Mit Selbstverpflichtungen lassen sich viele Herausforderungen der Online-Welt schnell und pragmatisch angehen. Es liegt schließlich im ureigenen Interesse der Informationswirtschaft, dass die Menschen Vertrauen in das Internet und seine Dienste haben.“

Bleibt zu hoffen, dass die Selbstregulierung bei den Geodaten besser funktioniert als bei der Umsetzung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages. Hier arbeiten die Unternehmen seit acht Jahren daran, ein Jugendschutzprogramm anzuerkennen, das Kinder und Jugendliche vor Pornografie, Gewalt und anderen Jugendgefährdenden Inhalten des Internets schützen soll.

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Internetwirtschaft will Verbraucherschutz in die Hand nehmen - Ein Jahr nach dem Geodatengipfel richten Unternehmen einen Verein zur Selbstregulierung ein
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