Über diesen Artikel
Datum:
14.12.2011
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/familienministerium-plant-internet-kinderschutzzentrum.html
Title:
Familienministerium plant Internet-Kinderschutzzentrum
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Familienministerium plant Internet-Kinderschutzzentrum

93 Prozent der Eltern sind laut neuester FORSA-Umfrage der Ansicht, dass Jugendschutzsoftware wichtig ist, um ihre Kinder vor jugendgefährdenden Internetinhalten zu schützen, doch nur 20 Prozent setzen eine solche Software auch ein. Es fehlt vielen Eltern schlichtweg die Kenntnis über die technischen Möglichkeiten, ihre Kinder zu schützen. Bundesfamilienministerin Schröder will nun ein sogenanntes Internet-Kinderschutzzentrum einrichten, in dem staatliche Stellen, Unternehmen der Internetwirtschaft und Initiativen für Prävention und Opferschutz zusammenarbeiten sollen, um effektiv gegen Gefährdungen im Internet vorzugehen.

Erste Aufgabe wird es sein, einen zentralen Notrufbutton zu organisieren. Mit einem Klick sollen Kinder und Jugendliche Hilfe und Beratung in allen Situationen erhalten, die sie als Bedrohung erleben. Schröder hat damit einige Handlungsempfehlungen des „Dialogs Internet“ aufgenommen, den sie vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hatte. Sie will außerdem die Mitbestimmung von Jugendlichen im Netz verbessern: Mit der neuen Software „Youthpart“ wird das Bundesfamilienministerium Kommunen Online-Lösungen für mehr Jugendbeteiligung vor Ort an die Hand geben.

"An Entscheidungen teilzuhaben, gehört zu werden und etwas bewirken zu können macht Lust auf Demokratie. Durch Medien mitzubestimmen – auch das ist eine Facette von Medienkompetenz", so Kristina Schröder. „Youthpart“ ist als offener, gemeinschaftlicher Austauschprozess konzipiert. Das Kooperationsprojekt nimmt dabei bereits bestehende internationale Jugendaustauschprogramme im Bereich der ePartizipation auf. Abschließend fordert Schröder dazu auf, eine praktikable Jugendnetzpolitik mit den Gegebenheiten des Netzes zu machen, anstatt abstrakt gegen das Internet anzukämpfen.

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14.12.2011
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Sascha Steuer
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