Über diesen Artikel
Datum:
05.09.2011
Autor:
Redaktion
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/ein-besserer-verbraucherschutz-bei-facebook-ist-moeglich-neuer-zweistufiger-like-button.html
Title:
Ein besserer Verbraucherschutz bei Facebook ist möglich – Neuer zweistufiger Like-Button
Kategorie:
Jugendmedienschutz
gastautoren stift

Ein besserer Verbraucherschutz bei Facebook ist möglich – Neuer zweistufiger Like-Button

like button mit daumen
© Sascha Steuer, digital-lernen.de

Nachdem in der vergangenen Woche immer mehr Datenschützer der Bundesländer dazu aufriefen den Like-Button von Facebook nicht in eigene Websites zu integrieren, da ohne explizite Zustimmung des Nutzers dessen Daten an Facebook übermittelt würden, haben nun erste Seiten den Like-Button durch einen zweistufigen Button ersetzt. Dabei wird der Nutzer beim ersten Klick darauf hingewiesen, dass seine Daten im Fall einer Nutzung weitergeleitet werden, erst der zweite Klick initiiert die Like-Funktion.

Vorreiter des zweistufigen datenschutzfreundlichen Verfahrens sind Heise und der Südwestrundfunk. Doch kaum hatten sie ihre neue Lösung veröffentlicht, meldete sich auch schon Facebook um gegen den Button zu protestieren. Wie Heise berichtet, hätte Facebook mitgeteilt: "Die Art und Weise wie Heise.de den Like Button eingebaut haben, verstößt gegen unsere Platform Policies". Facebook habe darauf hingewiesen, dass die Funktionen von Facebook nur in Zusammenhang mit den originalen Buttons verwendet werden dürfen. Heise reagierte darauf und gestaltete seinen Button um, indem das Facebook „f“ durch ein normales „F“ ersetzt wurde, so sieht der Button nicht mehr wie eine Facebook-Funktion aus. Daraufhin teilte Facebook mit: "Um es klar zu stellen: 2-klick-Button ist nicht ideal - aber kein Problem. Nur ein Like-Button der grafisch so tut als ob er einer ist, ist nicht ok. Das ist alles."

Das schleswig-holsteinische Landeszentrum für Datenschutz hatte in der vorletzten Woche alle Behörden und Unternehmen aufgefordert, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie den „Gefällt mir“-Button auf ihren Webseiten zu entfernen. Bereits am 3. August hatte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Prof. Dr. Johannes Caspar, Facebook aufgefordert, die über die Gesichtserkennung gespeicherten biometrischen Daten der Nutzer zu löschen. Nach dem anfänglichen Hype, dass jeder Mensch und jede Institution bei Facebook vertreten sein müsste, kehrt offenbar Ernüchterung ein. Der Schock vom 8. August, als Google einräumen musste, dass US-Behörden regelmäßig private Daten von Nutzern abrufen und auswerten, führt damit zu ersten Reaktionen.

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