Über diesen Artikel
Datum:
10.05.2012
Autor:
Sascha Steuer
Aktionen:
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URL:
http://www.digital-lernen.de/nachrichten/jugendmedienschutz/einzelansicht/artikel/bin-ich-online-suechtig-ein-praktischer-selbsttest.html
Title:
„Bin ich onlinesüchtig?“ – Ein praktischer Selbsttest
Kategorie:
Jugendmedienschutz
Interaktiv und ansprechend

„Bin ich onlinesüchtig?“ – Ein praktischer Selbsttest

Interaktiv und ansprechend

„Wenn Du nicht sofort den PC ausmachst, lösche ich das Internet!“ Halb amüsiert berichtet ein Jugendlicher so über den hilflosen Versuch seiner Mutter ihn vom Computer wegzubekommen. Doch welche Nutzungsdauer ist normal und welche Dauer sollte Anlass zur Sorge sein? Wer dies selbst einschätzen möchte, hat dazu die Möglichkeit auf der Website ins-netz-gehen.de, einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).  Hier kann jeder einen Selbsttest durchführen und praktische Tipps erhalten, um einer Onlinesucht vorzubeugen. Besonders praktisch dabei ist der Online-Wecker, mit dem jeder Nutzer für sich selber eine maximale Online-Zeit einstellen kann. Ist die Zeit abgelaufen, klingelt der Wecker.

Auf ins-netz-gehen.de berichtet auch der 23-jährige Daniel wie er spielesüchtig wurde und am Ende bis zu 14 Stunden am Tag gespielt hat. Er warnt: „Ich weiß heute, dass ein Computer keine Fluchtmöglichkeit ist oder ein Ersatz von Gefühlen, die ich im echten Leben gar nicht habe. Ich glaube, viele Menschen verstehen die virtuellen Welten teilweise falsch, weil sie sie nicht als Ergänzung sehen sondern als Ausweg“.

Nach einer 2011 durchgeführten Studie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sind 1,5 Prozent der Deutschen internetsüchtig und weitere 13 Prozent gefährdet. Als internetsüchtig gelten Personen, die wesentlich mehr Zeit im Internet verbringen als der Durchschnitt, oft an Internetaktivitäten denken müssen und dadurch soziale Kontakte vernachlässigen. In der Gruppe der Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren liegt die Anzahl der Internetsüchtigen mit 4,9 Prozent der Mädchen und 3,1 Prozent der Jungen über dem Durchschnitt. Die Mädchen nutzen dabei häufiger Soziale Netzwerke, während die Jungen stärker Onlinespielen verfallen.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Selbstauskunft von etwa 1.500 repräsentativ ausgewählten Deutschen, die bei einer telefonischen Befragung unter etwa 15.000 Personen angegeben hatten, das Internet täglich länger als eine Stunde zu nutzen.

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10.05.2012
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Sascha Steuer
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„Bin ich onlinesüchtig?“ – Ein praktischer Selbsttest
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Jugendmedienschutz
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